Congrès d'ergothérapie

«ergo5.0 - Stars of Daily Living»

6 – 7 Septembre 2019

Locarno

Chères congressistes, chers congressistes

Nous sommes ravis de vous accueillir à notre 5ème Congrès Suisse d’Ergothérapie les 6 et 7 septembre 2019. Ce congrès anniversaire est l'occasion de fêter.

Nous mettons nos héros de tous les jours sous les feux de la rampe et déroulons littéralement le tapis rouge devant le Palacinema. Là où les vedettes de cinéma et les célébrités se promènent habituellement sur le tapis, vous serez au centre de l'attention, chers congressistes. C'est également à cet endroit qu'auront lieu deux conférences « Keynote », et des débats d'experts. Ces conférences porteront sur l'ergothérapie, sa place dans le contexte interprofessionnel et l'évolution future de notre profession.

Dans l'ancien monastère, un lieu exceptionnel qui abrite aujourd'hui une partie de l’Ecole d’enseignement supérieur (DFA) de l'Université des Sciences Appliquées du Tessin (SUPSI), vous trouverez un large éventail d'événements et d'opportunités d'échanges dans une atmosphère inspirante, ainsi qu'une exposition de fournisseurs et partenaires. Et la veille du congrès, le 5 septembre, un « Meet & Greet » aura lieu à partir de 18 heures sur le Katjaboot au lac ! Soyez là !

Le Congrès d'ergothérapie 2019 commence en :

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Programme

Vendredi, 06.09.2019

OT goes politics: Wie können wir uns aus ergotherapeutischer Perspektive für mehr Betätigungsgerechtigkeit in der Gesellschaft stark machen?

10:00 - 11:30;Aula Magna

Krieger Beate, Aegler Barbara, Küng Cécile
Workshop, 90 min., langue: allemand, avec traduction simultanée

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Ergotherapie ist als medizinisch-therapeutischer Beruf in der Schweiz in Sozialversicherungsstrukturen eingebunden. Diese Strukturen anerkennen unsere Leistungen für individuelle Klienten und tragen uns als Gesundheitsfachpersonen. Gleichzeitig nimmt uns das Gesundheitsberufegesetz als «Health Advocate» in die Pflicht. Dieser setzt sich für Gesundheitsbelange von Klienten und Klientengruppen ein. Der Einsatz für Menschenrechte aus dem Blick der Betätigungsgerechtigkeit ist auch im neuen Positionspapier des WFOT (World federation of occupational therapy) und in den WFOT Minimalstandards zur Ergotherapieausbildung zentral. Widersprechen sich diese beiden Anliegen? Oder liegt es eher daran, dass uns das Netzwerk, die Zeit oder auch medienspezifisches Fachwissen fehlt, um unsere Werte und Ideen gesellschaftspolitisch einzubringen? Dieser Workshop soll alle ansprechen, die sich gern ab und zu berufspolitisch oder für Betätigungsgerechtigkeit von Klientengruppen einsetzten möchten. Anregungen zur Diskussion sollen zwei Praxisbeispiele geben: 1. Engagement für eine politischen Kampagne, 2. Mitarbeit bei einer interprofessionellen Gruppe im Bundesamt für Sozialversicherungen. Im Workshop wird es viel Raum für Austausch geben. Wir wollen uns gemeinsam auf die Suche begeben, wie wir uns als Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen lustvoll und engagiert sozialpolitisch betätigen und medienwirksam und vernetzt für berufspolitische Anliegen oder Klientenanliegen einsetzen können. Ziel des Workshops ist es, eine Vision, Ideen und mögliche weitere Schritte zu formulieren, wie wir in 15 Jahren medienwirksam gesellschaftspolitischen Einfluss haben werden.

Eigentraining in der Klinik und zuhause zum Erwerb motorisch-funktioneller Fertigkeiten bei schwerster Armparese nach Schlaganfall

10:00 - 11:30;Mercurio

Wälder, Franziska
Workshop, 90 min., langue: allemand

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Die Stärke von PANat (Proactive Approach to Neurorehabilitation integrating Johnstone air splints and other therapy tools) liegt vor allem im Evozieren des motorischen Lernprozesses bei akuten und chronischen Schlaganfallpatienten mit ausgeprägten Lähmungen. Häufig erschweren zusätzliche somatosensible und perzeptokognitive Dysfunktionen das motorische Lernen. Dieser Umstand findet beim PANat-Behandlungsansatz besondere Beachtung. Erfahrungen aus der täglichen Praxis bestätigen, dass mit evidenzbasierten Trainingsmassnahmen wichtige Bewegungselemente wieder erlernt werden können. Einen grundlegenden Baustein zur positiven Beeinflussung der neuronalen Plastizität stellt das variantenreiche, aufgabenorientierte autonome Training mit den geeigneten, dem Lernenden individuell angepassten Übungsutensilien dar.

Das PANat-Laptool wurde in der Ergotherapie für die ergo- und physiotherapeutische Behandlung von Schlaganfallpatienten entwickelt. Das PANat-Laptool ist ein einfaches low-tech Übungsgerät. Es besteht aus dem Kernstück, einer Schossplatte und einem einachsigen und einem mehrdimensionalen Gelenk sowie vielen austauschbaren Zubehörteilen. Diese wurden speziell zur Ausübung der spezifischen Bewegungsaufgaben und zur feindosierten Abstufung der motorischen Leistung konzipiert. Das PANat-Laptool bietet eine Fülle von Möglichkeiten, die Lernumgebung zu strukturieren sowie die Aufgabe und den externen Aufmerksamkeitsfokus den kognitiven und motorischen Fähigkeiten des Patienten anzupassen. Ein vielseitiges, variantenreiches Aufgabenrepertoire ist für das repetitive, tägliche Eigentraining unerlässlich und erfüllt die Erfordernisse des motorischen Lernens in der Neurorehabilitation. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die Grundlagen des PANat-Behandlungsansatzes. Sie lernen die am häufigsten verwendeten PANat-Laptool Übungsgeräte kennen und erhalten Gelegenheit zur Selbsterfahrung.

Literatur siehe unter: Wälder F., Training mit PANat-Laptool nach Schlaganfall. Erwerb motorisch-funktioneller Fertigkeiten bei schwerer Armparese, Schulz-Kirchner Verlag 2016 www.panat-laptool.chwww.panat.info

Die 8 Säulen zufriedener Abstinenz

10:00 - 11:30;Sala Conferenze

Frank Joseph
Workshop, 90 min., langue: allemand

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Trotz massiver Investitionen bei der Behandlung Suchtkranker liegen Rückfallprognosen immer noch weit über 50% (siehe DHS, BAS Deutschland). Eine professionelle Unterstützung der Abstinenzgestaltung und -sicherheit im täglichen Leben findet oft ausschliesslich in Selbsthilfegruppen oder durch weitere Behandlung im Rahmen der Suchthilfe statt.

Das Konzept „8 Säulen zufriedener Abstinenz“ möchte hier Anregung und Unterstützung für Klienten und Professionelle bieten. Es dient der Steigerung und Stärkung der Abstinenzsicherheit im täglichen Leben, basierend auf den Ideen der Salutogenese (A. Antonovsky) und der integralen Lebensgestaltung (Ken Wilber et al). (siehe „Integrale Suchtgenesung“ - John Dupuy, Marco Morelli). Klienten bietet es eine Erweiterung der Selbstkompetenz im Anschluss oder begleitend an klassische Suchtbehandlungen. Elemente der Ergotherapie wie das biopsychosoziale Modell der WHO werden ergänzt durch ausgewählte Coaching-Tools um die Zusammenhänge der Gesamtsituation aufzuzeigen. Es entsteht ein praktisch-pragmatisches Konzept, welches bei der täglichen Umsetzung der Abstinenzentscheidung unterstützt. Ergotherapeuten bietet es ein Handwerkszeug für die tägliche Arbeit mit (Sucht-) Klienten.

Im Workshop werde ich die 8 Säulen Heiliger Grund, Vision, Fokus, Disziplin, Achtsamkeit, Lernen Individualität, Anerkennung vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmern interaktiv erarbeiten, so dass jeder Teilnehmer bereits erste Impulse in seine Arbeit integrieren kann. Dauerhaft zufriedene Abstinenz entsteht nicht nur aus dem Verzicht des jeweiligen Suchtmittels, sondern muss proaktiv im täglichen Leben implementiert werden, damit sich stabile Absti-nenzsicherheit auf Basis von Lebenszufriedenheit entwickeln kann.Ergotherapeuten haben bereits aufgrund ihrer Handlungs- und Betätigungsorientierung bestes Handwerkszeug, Klienten hierbei zu unterstützen.

Das Workbook zum Konzept ist in Arbeit und wird voraussichtlich bis Ende 2019 veröffentlicht.

Educazione alla gestione dell’energia (EGE) in persone con fatigue

10:00 - 11:30;Nettuno

Hersche Ruth
Workshop, 90 min., langue: italien

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La caratteristica principale del sintomo fatigue è un estremo senso di stanchezza. Questo sintomo è molto frequente in persone con malattie croniche e ha un impatto fortemente disabilitante (Messmer et al 2012, Berge et al 2018). La fatigue limita la capacità di partecipare alle attività quotidiane e si ripercuote negativamente sulla produttività e la partecipazione. Interventi educativi ergoterapici di gruppo hanno dimostrato di avere un effetto positivo sulla performance occupazionale e sulla qualità di vita (Blikman et al 2013, Eskes et al 2015, Kim et al 2017, O'Riordan et al 2017). L’educazione alla gestione dell’energia (EGE, Hersche et al 2017) è il risultato di un progetto di ricerca nel quale, le conoscenze acquisite da programmi e studi, sono state raggruppate e rese compatibili con il contesto Svizzero.

Lo scopo della EGE è supportare la persona ad apprendere strategie per ridurre l'affaticamento, riducendo l’effetto negativo sulla partecipazione. I partecipanti analizzano in modo sistematico le loro routine giornaliere, riconoscono situazioni che costano molta energia ed individuano strategie volte alla conservazione ed alla rigenerazione di quest’ultima. Nel progetto sono stati sviluppati: un manuale per gli ergoterapisti che descrive in modo dettagliato l’intervento ed un libro di lavoro che accompagna i partecipanti. In questo workshop si spiegheranno le basi della EGE con esempi concreti. I partecipanti potranno provare alcune delle attività del programma su loro stessi. Infine ci sarà tempo per discutere delle sfide dell’implementazione della EGE nei diversi contesti lavorativi (stazionario, centro diurno, ambulatoriale) e nei diversi gruppi bersaglio.

Patientenedukation bei Menschen mit Fatigue: Energiemanagement-Schulung (EMS)

10:00 - 11:30;Plutone

Weise Andrea
Workshop, 90 min., langue: allemand

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Das Hauptmerkmal von Fatigue ist eine abnorme Erschöpfung. Viele Menschen mit oder nach diversen Erkrankungen leben mit diesem sie stark einschränkenden Symptom (Messmer et al 2012, Berge et al 2018). Fatigue reduziert die Leistungsfähigkeit im Beruf, verändert die alltäglichen Routinen und vermindert die Lebensqualität. Edukative ergotherapeutische Gruppenbehandlungen wirken sich nachweislich positiv auf den Einfluss der Fatigue auf die wahrgenommene Lebensqualität aus (Blikman et al 2013, Eskes et al 2015, Kim et al 2017, O’Riordan et al 2017).

Die Energiemanagement-Schulung (EMS; Hersche et al 2017) ist im Rahmen eines Entwicklungs- und Forschungsprojekts entstanden. Wissen und Erfahrungen aus erprobten Patientenedukationsprogrammen und Studien wurde zusammenzutragen, ein praktikables Gruppenkonzept für den deutschsprachigen Raum entwickelt und dieses mit Begleitstudien überprüft. Ziel der EMS ist es, Betroffene zu befähigen, mithilfe von Energiesparstrategien, individuell sinnvollen Verhaltensänderungen und einer Reorganisation des Alltags die Auswirkungen von Fatigue zu reduzieren und extreme Erschöpfungsphasen zu vermeiden. Im Rahmen des Projekts wurde ein detailliertes Handbuch für ErgotherapeutInnen sowie ein Arbeitsbuch für die Schulungsteilnehmenden ausgearbeitet.

In diesem Workshop zeigen wir Ihnen die Grundlagen der EMS und illustrieren dies mit konkreten Beispielen. Sie werden einige der Schulungsaktivitäten selbst ausprobieren und erfahren. Abschließend werden die Herausforderungen bei der Implementation eines solchen Gruppenangebots der Patientenedukation im stationären und ambulanten Setting diskutiert.

Job coaching tramite le prestazioni di pre-formazione dell’AI: un’opportunità di sviluppo per l’ergoterapia

10:30-11:30;Giove

Ponti Jasmin, Rossini Emmanuelle
Workshop, 60 min., langue: italien

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Il lavoro risulta un’area occupazionale importante, per la quale l’ergoterapista può essere chiamata ad intervenire in modo specifico. Nella situazione degli adolescenti con fragilità, l’AI offre delle prestazioni di Job Coaching per la formazione. Queste prestazioni sono diverse da quelle finanziate dall’AI come intervento riabilitativo. Possono essere però assunte dall’ergoterapista. Intervenire tramite questo canale in qualità di Job Coacher permette all’ergoterapista una maggiore continuità tra gli interventi svolti durante il periodo delle medie e i bisogni legati all’apprendistato. Inserisce l’ergoterapista all’interno della rete lavorativa, multi-disciplinare, fin dalla sua creazione, mettendola al centro del processo d’inclusione lavorativa. Permette quindi di lavorare in anticipo sul contesto lavorativo futuro, dando maggiori chance che non vi siano interruzioni tra i vari periodi di transizione dalle media all’inserimento lavorativo. Come l’ergoterapista può usufruire di queste prestazioni dell’AI? Quale possibilità di sviluppo per la nostra professione queste prestazioni offrono? Sono le tematiche che questo workshop vuole affrontare partendo da un’esperienza fatta con un giovane con Asperger in Ticino, e sviluppando strategie e riflessioni per agire in sinergia con l’AI su questa importante area occupazionale.

Analyse des jouets et jeux : le TUET (Toys & games Usability Evaluation Tool)

10:30 - 11:30;Marte

Ray-Kaeser Sylvie
Workshop, 90 min., langue: français

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Introduction: Les jouets et jeux du commerce sont encore trop rarement accessibles et peu utilisables par les enfants avec un handicap sensoriel ou moteur, et ce malgré la ratification des conventions relatives aux droits des enfants et des personnes handicapées. Le TUET (Toys & games Usability Evaluation Tool) est une méthode d’analyse des caractéristiques physiques des matériels de jeu en fonction des besoins des enfants ayant une déficience audi-tive, visuelle ou motrice, fondée sur les principes du Design Universel. L’outil est né de la col-laboration de l’institut technologique espagnol de matériels de jeu AIJU (M. Costa), de l’institut français de formation aux métiers du jeu et du jouet FM2J (O. Périno) et de la HETS&Sa de Lausanne (S. Ray-Kaeser). Il est libre d’accès (www.tuet.eu) et se télécharge en anglais, es-pagnol et français. Le TUET s’adresse autant aux parents, aux concepteurs de jeu, aux éduca-teurs qu’aux ergothérapeutes en formation. Workshop : par groupe, les participants auront l’occasion d’expérimenter le TUET sur un échantillon de jouets du commerce. Ils pourront éga-lement réfléchir à la manière de les adapter pour permettre aux enfants avec handicap de jouer pour le plaisir de jouer avec des jouets accessibles et faciles d’utilisation.

Expérimenter les conséquences d’un déficit visuel

10:30 - 11:30;Urano

Nicolet Daniel, Christiaen Marie-Paule
Workshop, 60 min., langue: français

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Les aînés présentent souvent des atteintes sensorielles qui méritent d‘être mieux prises en compte lors des interventions des ergothérapeutes. Cet atelier permettra l’expérimentation et la découverte d’activités sous simulation. La détection de la présence d’un déficit visuel et la connaissance des ressources spécialisées à disposition pourront étoffer les possibilités d’intervention. Le partage d’une approche spécialisée avec les experts de la gériatrie favorisera le maintien des occupations significatives de la personne âgée.

Holzschuch C. , Mourey F. , Manière D., Christiaen M-P. , Gerson-Thomas M. , Lepoivre J-P., Paulin M., Creuzot-Garcher C., Pfitzenmeyer P. (2012) , Gériatrie et basse-vision. Pratiques interdisciplinaires, 2ème éd. Cardenoso MC., Christiaen MP, Nicolet D. (2013), Boîtes à outils des activités de la vie quotidienne, ABA, Genève, www.abage.ch/depot/cir-bao/

Ethik - der Goldfaden im Geflecht der interprofessionellen Entscheidungsfindung?

10:30 - 11:30;Saturno

Bracher Gaby
Workshop, 60 min., langue: allemand

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Wir alle treffen täglich und sogar stündlich, privat wie im professionellen Umfeld, zahlreiche Entscheidungen, die durch unser individuelles Wertesystem begründet sind. Nicht immer ist es notwendig, uns unsere handlungsleitenden Werte bewusst zu machen, da wir im Alltag so wohl kaum mehr handlungsfähig wären. Sind wir aber konfrontiert mit einem Handlungsdilemma, in dem wir zwischen zwei Handlungsoptionen schwanken, kann das Explizieren der handlungsrelevanten Werte äusserst wertvoll sein. Die Fähigkeit der strukturierten ethischen Reflexion ermöglicht es uns, unsere Standpunkte, beziehungsweise Entscheide für Andere transparenter und dadurch nachvollziehbarer zu artikulieren. Wer nicht nur seinen Standpunkt vertritt, sondern in der Lage ist, die darunter liegenden Werte zu verdeutlichen, leistet einen wichtigen Beitrag für das Treffen eines reflektierten und bewusst getroffenen Entscheids, der ein Gütekriterium für eine qualitativ hochstehende Behandlung im interprofessionellen Team darstellt.

In einer Gesellschaft, in der sich in der Medizin das Spannungsfeld zwischen Machbarkeit, Selbstverantwortung der Individuen und begrenzter Ressourcen zunehmend aufbaut, rückt die Frage nach der Angemessenheit immer mehr ins Zentrum. Diese Frage führt uns unweigerlich dazu, uns mit unseren Werten auseinanderzusetzen. Es gilt, die einzelne Ergotherapeutin als Person, aber auch die Ergotherapie als Profession dafür zu sensibilisieren, wie wichtig und gewinnbringend es ist, eigene und auch professionsabhängige Werte zu kennen und in den Diskurs einzubringen. Damit wird die ErgotherapeutIn ein verlässlicher und verbindlicher Partner, sowohl für KlientInnen, wie auch für Gesundheitsfachpersonen anderer Professionen.

Literatur: Handbuch Ethik im Gesundheitswesen, Band 2, Ethikwissen für Fachpersonen, Arn und Weidmann-Hügle (Hrsg.), Schwabe, 2009 Handbuch Ethik im Gesundheitswesen, Band 3, Ethiktransfer in Organisationen, Baumann-Hölzle und Arn (Hrsg.), Schwabe, 2009

Ouverture officelle

12:00 - 13:00;Cour intérieure

Tragbare Roboter als Assistenzgeräte im Alltag

14:00 - 15:30;Aula Magna

Georgarakis Marie
Workshop, 90 min., langue: allemand, avec traduction simultanée

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Muskuläre Schwächen betreffen den gesamten Körper und führen zu Beeinträchtigungen der Mobilität im Alltag. Dies betrifft sowohl die oberen als auch die unteren Extremitäten. Betroffe-ne Personen haben einen eingeschränkten Handlungsspielraum und ihre Lebensqualität leidet (Hirvensalo 2000, DOI:10.1111/j.1532-5415.2000.tb04994.x). Die Ursachen für muskuläre Schwächen sind vielfältig und reichen von genetischen Muskelerkrankungen über neurologische Erkrankungen bis hin zum normalen Alterungsprozess. Während die Mobilität bei mancher dieser Ursachen mit gezielter Therapie verbessert werden kann, sind andere Leiden irreversibel. Im Alltag gibt es für die betroffenen Personen derzeit keine mobilen Assistenzgeräte, um die atrophierten Muskeln zu unterstützen. Oft lernen die Betroffenen, mit ihrem eingeschränkten Bewegungsraum im Alltag umzugehen. Neueste Fortschritte in der robotischen Forschung haben in den letzten Jahren zur Entwicklung von textil-basierten, tragbaren Robotern geführt, so genannten Exosuits (Asbeck 2014, DOI:10.1109/MRA.2014.2360283). Die Assistenzgeräte können Muskelschwäche-Patienten bei Bewegungen im Alltag unterstützen. Die Geräte sind relativ leicht und passen sich auf Grund ihrer Flexibilität der individuellen Körperform an. In diesem Workshop lernen Sie, wie robotische Exosuits in der Therapie und im Alltag eingesetzt werden können. Wir präsentieren zwei robotische Exosuits – für die Beine und die Schulter – welche wir im Rahmen unserer Forschungstätigkeit an der ETH Zürich entwickelt haben (Schmidt 2017, DOI:10.3389/fnbot.2017.00057). Die Exosuits unterstützten sowohl Stabilität als auch Mobilität und sind somit bei einer Vielzahl von Pathologien einsetzbar. Sie werden die Möglichkeit haben, den Exosuit für die Schulter selbst zu probieren und können mit Ihrer Expertise aus der Therapie den Entwicklern Feedback zum Einsatz und zur Weiterentwicklung des Exosuits mitgeben.

Ready2Play: calcio, partecipazione, autonomia…ergoterapia

14:00 - 15:30;Sala Conferenze

Lodi Pasini Marco
Présentation, langue: italien

Spielplätze in der Schweiz: Partizipationsmöglichkeiten für alle Kinder
Wenger Ines, Schulze Christina
Présentation, langue: allemand

Welchen Platz kann die Ergotherapie zukünftig in der Begleitung von Menschen im autistischen Spektrum und ihren Familien in der Schweiz einnehmen?
Krieger Beate
Entrée brève, langue: allemand

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1. La pratica dello sport rientra tra le attività di tempo libero del bambino (Rodger and Ziviani, 2006,p.93) ed è compito del Terapista Occupazionale promuovere la partecipazione dell’individuo nelle sue occupazioni quotidiane, rendendo la società maggiormente inclusive (Townsend et al., 2013, p.27). Da queste premesse nasce il progetto pilota Ready2Play con lo scopo di formare una squadra di calcio di bambini con disabilità tra i 6 e gli 11 anni. Ideato da due Terapisti Occupazionali, coinvolge uno staff eterogeneo, composto da un mister, che si occupa degli esercizi legati al calcio, e da collaboratori laureati in diverse professioni sanitarie, che seguono i bambini, sia nel momento dello spogliatoio, con lo scopo di aumentarne l’autonomia, sia in campo, adeguando gli esercizi in funzione delle abilità individuali. Avendo sullo sfondo la cornice ICF (WHO, 2001), Ready2Play è un progetto all’interno della comunità (O’Neil et al., 2012), nello specifico si svolge a Gallarate (Varese) nella società “Torino Club Gallarate Scuola Calcio Marco Parolo”. Attraverso la pratica sportiva, in un contesto inclusivo, il progetto si prefigge di promuovere relazioni sociali, implementare le abilità motorie e cognitive individuali, far risaltare le capacità di ogni bambino (e.g., Carter et al., 2014; López et al., 2017) e incrementare l’autonomia nelle attività di base della vita quotidiana. Durante la stagione 2018-2019 si sono raccolti dati che sono serviti per valutare l’impatto che questo pro-getto ha avuto sul gruppo dei partecipanti e le loro famiglie.

2. Spiel ist eine zentrale Betätigung im Leben von Kindern und wird in der Ergotherapie häufig als Therapiemittel eingesetzt (Lynch, Prellwitz, Schulze, & Moore, 2018). Durch das Spiel entwickeln Kinder für ihre Zukunft wichtige Fertigkeiten und es trägt wesentlich zu ihrem Wohlbefinden und der Partizipation bei (Moore & Lynch, 2018; Parham, 1996). Der Spielplatz als ein öffentlicher Ort bietet Kindern die Möglichkeiten für gemeinsames Spiel, soziale Interaktion und Partizipation. Für Kinder mit Beeinträchtigungen ist die Partizipation auf Spielplätzen aufgrund von Hindernissen aus der Umwelt jedoch oft vermindert oder gar unmöglich (Moore & Lynch, 2015). Um diese Hindernisse zu überwinden und allen Kindern die Partizipation auf Spielplätzen zu ermöglichen, wird der Bau von Spielplätzen nach den Grundsätzen des universal designs empfohlen (Prellwitz & Skär, 2007; Ripat & Becker, 2012). In der Schweiz existieren bereits einige hindernisfreie Spielplätze, welche sich teilweise an den Grundsätzen des universal designs orientieren. Offen ist jedoch, wie Kinder diese Spielplätze erleben und ob diese Bau-weise tatsächlich die Partizipation und soziale Interaktion fördert. Diesen Fragen geht die Forschungsstelle Ergotherapie an der ZHAW in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität in Luleå im Rahmen eines PhD-Projekts nach und untersucht die Nutzungserfahrungen von Kindern auf hindernisfrei gebauten Spielplätzen. Der Vortrag gibt einen Einblick in das Projekt, definiert die Konzepte accessibility, usability und universal design, sowie den Begriff user-perspective und zeigt Beispiele auf, wie Ergotherapeuten diese Konzepte in ihrem Alltag nutzen können, um allen Kindern die Partizipation auf Spielplätzen zu ermöglichen und den Spielplatz somit zu einem Ort der Begegnung zu machen.

3. Menschen mit Autismus Spektrum Störungen (ASS) werden von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in der Schweiz in fast jedem Lebensalter betreut und bilden einen wichtige Kli-entengruppe in der pädiatrischen Arbeit. Am 16. Oktober 2018 veröffentlichte das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) eine lang erwartete Stellungnahme zur Diagnostik, Intervention und Unterstützung von Menschen mit ASS in der Schweiz. (https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/publikationen-und-service/medieninformationen/nsb-anzeigeseite.msg-id-72537.html)

Der Kurzvortrag soll komprimiert darstellen, wie dieser Bericht zustande kam und was er für die ergotherapeutische Arbeit mit Klienten mit ASS bedeutet. Im Besonderen wird auf Notwendigkeit einer autismusspezifischen Ausbildung hingewiesen und aufgezeigt, welche Möglichkeiten derzeit dazu existieren. In der anschliessenden Diskussion können Fragen beantwortet und professionsgebundene weitere Schritte diskutiert werden.
 

COVIAGE (coping with visual impairment in old age). Une enquête auprès des personnes de plus 70 ans vivant en Suisse

14:00 - 15:30;Giove

Kühne Nicolas
Présentation, langue: français

Comment la pratique avancée en ergothérapie pourrait-elle se traduire sur le terrain ? Recommandations et idée de concept d’implémentation au travers de l’exemple de la thérapie de la main
Furrer Stéphanie
Présentation, langue: français

L’Environnement construit mis en lumière: impact sur l’autonomie et la sécurité des aînés
Christiaen-Colmez Marie-Paule, Bohn Felix
Présentation, langue: français

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1. INTRODUCTION. La dégénérescence maculaire liée à l’âge entraîne une diminution importante de la vision chez 10% des personnes de plus de 80 ans. L’efficacité des traitements est limitée. Le nombre de personnes présentant un handicap visuel lié à l’âge devrait ainsi doubler en Suisse dans les vingt prochaines années. Ce genre d’affections réduit considérablement la qualité de vie des personnes touchées. La manière dont elles s’y adaptent et leur besoin de soutien restent cependant mal connus. OBJECTIFS. L’étude « COVIAGE - coping with visual impairment in old age » vise à : 1) documenter l’ampleur et la nature des difficultés quoti-diennes, des ressources mobilisées et des stratégies utilisées par les personnes âgées de plus de 70 ans, confrontées à des troubles visuels, et 2) élaborer des recommandations quant aux services à leur fournir. MÉTHODOLOGIE. Une enquête par questionnaire téléphonique a été menée auprès de 1299 personnes, vivant en Suisse francophone ou germanophone. Le projet a été mené en étroite collaboration avec des représentants d’usagers et des spécialistes. RÉSULTATS. Sur l’ensemble de l’échantillon, 110 personnes présentaient des troubles de la vue significatifs, dont 33 présentaient, en plus, un autre trouble sensoriel. Leur impact sur les occupations et sur la qualité de vie est important, mais différencié. À l’exception des ophtalmologues, les personnes touchées ne consultent guère les services spécialisés. CONCLUSION. Malgré leurs difficultés, les personnes concernées ne recourent pas aux moyens à leur disposition pour améliorer leur vie quotidienne. Des stratégies facilitant l’accès aux ressources existantes pourraient améliorer leur situation.
RÉFÉRENCES BIBLIOGRAPHIQUES: Seifert, A. et Schelling, H. R. (2017). Gérer un handicap visuel à un âge avancé – rapport de synthèse de l’étude COVIAGE. Une étude du Centre de gérontologie en collaboration avec l’Union centrale suisse pour le bien des aveugles (UC-BA). Zürich : Université de Zürich, Centre de Gérontologie.

2. Introduction: Le sujet de la pratique avancée (PA) est d’actualité. La question se pose de sa-voir où se trouve la limite des compétences des ergothérapeutes en rééducation de la main. Actuellement, le profil de l’ergothérapeute praticien avancée (PA) n’est ni publié, ni finalisé par l’Association Suisse des Ergothérapeutes (ASE), et il est donc difficile de savoir à quoi pourrait ressembler cette PA sur le terrain. En vue de cet état de fait, ce travail a pour but d’émettre des recommandations et d’imaginer un concept d’implémentation de la PA en ergothérapie à travers l’exemple de la rééducation de la main.
Méthode: Un mandat a été demandé à l’ASE pour l’élaboration d’un projet de développement de la pratique. Sur base d’une étude exploratoire, le point de situation de la PA est effectué en Suisse et à l’étranger permettant d’émettre des recommandations. Les compétences décrites dans la littérature sont mises en corrélation avec les compétences finales spécifiques du niveau Bachelor et Master of Science en ergothérapie en Suisse.
Résultats: Il est recommandé que des profils d’ergothérapeutes en PA soient développés dans le domaine de la rééducation de la main et mis en place dans le but de garantir un standard de la profession. 
Conclusion: Le sujet étant d’actualité autant pour l’ergothérapie en générale que pour le domaine de la rééducation de la main, la prise de position de la part de l’association professionnelle devient nécessaire afin de pouvoir poursuivre le développement et l’évolution de la profession sur une base commune au niveau national.

Bibliographie : 

3. Alliant leurs compétences dans le domaine de la vision des personnes âgées, avec ou sans déficits visuels, leur bagage commun d’ergothérapeute et leurs compétences en architecture et en formation, les auteurs présentent une nouvelle publication.
Ils partagent les éléments clés : Concept de couleurs et contrastes, choix de matériaux et de luminaires pour mettre en place ou adapter un environnement visuel qui favorise l’orientation, la sécurité et la visibilité des informations pouvant contribuer au maintien de l’indépendance des aînés.

Soziokratie – Gemeinsam tragfähige Entscheidungen treffen

14:00 - 15:30;Mercurio

Buomberger Brigitta, Schenkel Rolf
Workshop, 90 min., langue: allemand

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Soziokratie steht für ein Managementmodell, welches überall verwendet werden kann, wo Menschen ein gemeinsames Ziel haben und etwas bewirken wollen. Es basiert auf vier Grundprinzipien: Entscheiden im Konsent, einer Kreisstruktur, die über die Hierarchie gelegt wird, dem Prinzip der offenen Wahl und der doppelten Koppelung. Die Soziokratie beinhaltet die Chance, mit Mitarbeitenden gemeinsam tragfähige gleichwertige Entscheidungen zu treffen, mit dem Resultat einer dynamischen Steuerung einer agilen Selbstorganisation. Im Workshop stellen wir die Grundprinzipien vertieft vor, insbesondere das Entscheiden im Konsent. Mit der Teilnahme an einer Kreisversammlung mit Konsentmoderation wird eine der vier Prinzipien vermittelt, die bei Sitzungen eine ungeahnte Kreativität in der Lösungsfindung freilegen kann. Wir berichten zudem über die nachhaltigen Veränderungen im Führungsverständnis durch die Implementierung der Soziokratie in unserer Institution.

Behandelt die Handtherapeutin Füsse?

14:00 - 15:30;Nettuno

Lüthi Annina, Schluep Cornelia
Présentation, langue: allemand

Berufsidentität in der Ergotherapie – ein flexibler und positiver Zugang
Willi Anita
Entrée brève, langue: allemand

Together ahead: ZIPAS: die erste interprofessionelle Ausbildungsstation der Schweiz in Zürich
Krenn Eva, Nowarra Sena Clarice
Présentation, langue: allemand

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1. Die Fusschirurgin fragte, ob wir auch operierte Füsse behandelten? Nein, das ist Physiotherapie. Es sei schwierig, Therapie für verletzte Füsse mit Komplikationen zu finden, sagte sie - und (sie arbeitete früher in der Handchirurgie): „Füsse sind wie Hände, das könnt ihr.“ Wir pro-bierten es aus und befanden, dass Füsse bestens in der Handreha aufgehoben sind, dass sie sehr von unserem Handreha-Wissen profitieren können. 

Wie kommt die ergotherapeutischen Handrehabilitation operierten Füssen zugute? Viele Beschwerden, die wir tagtäglich therapieren, unterscheiden sich bei Händen und Füssen nicht. Wir behandeln Ödeme, Gelenkeinschränkungen, Narben, CRPS, Sensibilitätstörungen, Körperschemastörungen, Angst oder Schock. So wenden wir das Gewohnte an: Narbenbehandlung, Somatosensorische Rehabilitation, Spiegeltherapie, Faszien- und Triggerpunktbehandlung, Taping, Spiraldynamik, Schüsslermineralsalzsalben, Feinstrom- und Ultraschalltherapie, wir geben Verhaltensinstruktionen, passen sogar Schienen an. Es macht hier keinen Unterschied, ob die Beschwerden an Händen oder Füssen sind.     

Grenzen zur Physiotherapie liegen auf der Hand
Die Physiotherapie hat differenziertere Kenntnisse von Anatomie und Strukturen von Fuss und Bein, mehr Wissen über die physikalischen Besonderheiten der unteren Extremitäten und von Fuss-Orthesen. Wir arbeiten mit einer Physiotherapeutin mit viel Handreha-Erfahrung zusammen, die ebenfalls das Gemeinsame von Händen und Füssen betont. Für Gelenkmobilisation, Muskelaufbau, Faszientherapie, Lymphdrainage u.a.m. sind die PatientInnen bei ihr in besseren Händen. 
 
Erkenntnis: 
Verletzte oder operierte Füsse werden weniger therapeutisch versorgt als ebensolche Hände. Die Bedeutung von Füssen für die Alltagsbewältigung ist gross. Betätigungsorientierte, alltags-praktische Therapie bezieht ein: Füsse tragen jahrzehntelang unser Gewicht: Gehen, Wandern, Tanzen, Sport, Einkaufen, Arbeiten, Haushalten. Füsse profitieren sehr von Handreha-Wissen.

Wir initierten ein Projekt: Fusschirurgie, ET und PT

2. Viele Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten erleben in ihrem Berufsalltag die Herausforderung, ihren eigenen Beruf erklären zu müssen. Im Rahmen dieser Master Thesis für den Europäischen Master of Science in Occupational Therapy wurde auf einen Aspekt fokussiert, welcher mit der Herausforderung, den eigenen Beruf zu erklären, zusammenhängen kann: die Berufsidentität in der Ergotherapie. Anhand des Berufsfelds der Handrehabilitation wurde un-tersucht, wie die befragten Ergotherapeutinnen ihre Berufsidentität wahrnehmen. Die Informationen aus den Fokusgruppen wurden mithilfe von der "Constructivist Grounded Theory" ana-lysiert und zeigen eine anpassbare und sich kontinuierlich verändernde Berufsidentität, abhängig von verschiedenen Einflussfaktoren in der jeweiligen Situation der Teilnehmer. Die Ergebnisse dieser Master Thesis deuten an, dass die Berufsidentität von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten flexibel, variabel und anpassbar sein kann, was ihnen erlaubt, sich in den verschiedenen sozialen Kontexten der Ergotherapie, aber auch im Privaten zu bewegen.

3. In einer Zeit, in der die Patientenversorgung innerhalb eines komplexen Gesundheitssystems stattfindet, wird die interprofessionelle Zusammenarbeit immer wichtiger. Um die Studierenden von heute bereits in ihrem Studium darauf vorzubereiten, werden in den Hochschulen Interprofessionelle Ausbildungsinhalte immer wichtiger. Das Pilotprojekt ZIPAS (Zürcher Interprofessionelle Ausbildungsstation) holt die Theorie in die Praxis: Nach skandinavischem Vorbild wurde die schweizweit erste interprofessionelle Ausbildungsstation am Universitätsspital Zürich lanciert. Insgesamt zweimal konnten Studierende vier verschiedener Berufsgruppen für vier Wochen PatientInnen einer neurologischen Bettenstation betreuen. Im Hintergrund wurden sie dabei von Berufsbildnern (Fazilitatoren) der jeweiligen Profession begleitet. Die Hauptverantwortung für die Behandlung der PatientInnen lag bei den Studierenden. Fokus dieses Projektes war: «In der Praxis voneinander Lernen und übereinander Lernen». 

Der Vortrag am 5. Kongress der Ergotherapie wird ein Erfahrungsbericht über ZIPAS sein und soll folgende Themen beinhalten: Erfahrungen und Eindrücke der Ergotherapie Studierenden und ihrer Fazilitatorin, welche sie als Teilnehmer von ZIPAS gemacht haben; Organisation, Aufbau und Tagesstruktur auf der Züricher interprofessionellen Ausbildungsstation; Vorteile dieser Form der Ausbildung gegenüber der bisher gewohnten Berufsbildung; Schwierigkeiten und Entwicklungsfelder des Pilotprojektes.

Interprofessionelle Zusammenarbeit wird im Sinn einer klientenzentrierten Behandlung und Versorgung unserer PatientInnen zunehmen wichtiger, weshalb ZIPAS eine grosse Chance für die Studierenden, vor allem aber auch für unsere PatientInnen, bedeutet. Wenn möglich und bereits vorhanden, werden erste Ergebnisse und Erkenntnisse einer zu ZIPAS durchgeführten Forschungsarbeit am Kongress vorgestellt. 

Literatur
Bonne, I. (2018). Interprofessionelle Ausbildungsstation – Besprechen, beraten, behandeln. physiopraxis, 16(05), S. 46-49.
Lachmann, H., Ponzer, S., Johansson, U.-B., Karlgren, K., & Fossum, B. (2013). Students’ experiences of collaboration during and after an interprofessional training ward course: a mixed methods study. International Journal of Medical Education, 4, S. 170-179.
Oosterom, N., Floren, L. C., ten Cate, O., & Westerveld, H. E. (2018). A review of interprofessional training wards: Enhancing student learning and patient outcomes. Medical Teacher.
Söldi, A. (2018). Gegen die Grabenkämpfe. Vitamin G, 5, S. 6-7

Zukunft Schreibwerkstatt – von der Bachelorarbeit zum Journalbeitrag

14:00 - 15:30;Plutone

Kocher Cornelia, Weber Bettina, Berding Jutta
Workshop, 90 min., langue: allemand

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Hintergrund: Ergotherapeutinnen treffen basierend auf ihren Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen tagtäglich Entscheidungen für die Behandlung ihrer PatientInnen. Um Evidenz zu unterschiedlichen Fragestellungen zur Verfügung zu haben, ist es notwendig, wissenschafltiche Erkenntnisse mit anderen zu teilen. Eine Publikation der identifizierten Ergebnisse dient als letzter Schritt im Forschungsprozess und fördert den Austausch von Forschungser-gebnissen in der ergotherapeutischen Gemeinschaft. Ziel des Workshops: Der Kurzworkshop geht der Frage nach „Wie verfasse ich aus meiner Bachelorarbeit eine wissenschaftliche Arbeit?“. Er verdeutlicht wesentliche Schritte des Verfassens einer wissenschaftlichen Publikation. 

Methode: Im Workshop erfolgt ein Theorieinput zum Thema Publizieren und zum Aufbau eines wissenschaftlichen Artikels. Darüber hinaus werden praktische Tipps als auch Einblick in die Begleitung bei der Erstellung einer Publikation für die „ergoscience“ gegeben.    

Ergebnisse und Schlussfolgerung: TeilnehmerInnen des Workshops sind sich über die Relevanz des Publizierens im Klaren. Sie wissen, wie ein wissenschaftlicher Artikel aufgebaut wird und wie ein Einreichungsprozess bei einer deutschsprachigen peer-revievten Zeitschrift abläuft. Sie haben die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Publizieren ihrer eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinanderzusetzen. Falls vorhanden, können TeilnehmerInnen gern eigene Texte mitbringen.

Die kleine Schwester vom Neglekt – ein evidenzbasiertes standardisiertes Vorgehen zur Befundung und Behandlung Erwachsener mit räumlichen Störungen infolge einer Hirnschädigung

14:00 - 15:30;Urano

Imhof Kathrin, Weise Andrea
Présentation, langue: allemand

STARS OUTSIDE THE DAILY ROUTINE - Mangelnde Umstellfähigkeit beim Dysexekutiven Syndrom
Wachter-Müller Susanne, Schweizer Verena
Workshop, 60 min., langue: allemand

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1. Alltägliche Handlungen wie sich Ankleiden, Fortbewegen, Schreiben, das Ablesen einer analogen Uhr und das Eingiessen von Getränken können aufgrund von räumlichen Störungen plötzlich Schwierigkeiten bereiten (Bowen et al., 2008, Kerkhoff et al, 2007, Schuett & Zihk, 2012). Da Betroffene diese Einschränkungen teilweise nicht wahrnehmen, entstehen Missverständnisse mit dem behandelnden Team, was die therapeutische Beziehung auf die Probe stellt (Kerkhoff & Kolster, 2009). Bisher behandeln Ergotherapeutinnen und -therapeuten dieses Störungsbild selten strukturiert.

Ziel: Im Rahmen einer Abschlussarbeit für den MAS in Ergotherapie war das Ziel, ein standardisiertes evidenzbasiertes ergotherapeutisches Vorgehen zur Befundung und Behandlung von Erwachsenen mit räumlichen Störungen sowie ein dazugehöriges skills-orientiertes Fortbildungskonzept zu entwickeln.

Methode: Das ergotherapeutische Vorgehen wurde basierend auf einer strukturierten Literatursuche zur Befundung und Behandlung von Erwachsenen mit räumlichen Störungen und einer Expertinnen- und Expertenrunde erarbeitet. Das Fortbildungskonzept beruht auf aktueller Fachliteratur zur Wissensvermittlung im Bereich Erwachsenenbildung. Ein Teil der Fortbildung wurde am Arbeitsplatz der Autorin erprobt.

Ergebnisse: Das Endprodukt dieser Arbeit ist ein standardisierter evidenzbasierter ergotherapeutischer Prozess zur Befundung und Behandlung von Erwachsenen mit räumlichen Störungen USEEP-RS) sowie ein dazugehöriges zweitätiges skills-orientiertes Fortbildungskonzept.

2. Im Alltag läuft nicht immer alles „rund“. Mussten Sie sich heute auch schon an unerwartete Situationen anpassen? Ausserhalb der täglichen Routine handlungsfähig zu sein ist für „jedermann“ unabdingbar, um die Selbständigkeit im persönlichen Lebensalltag – bis ins hohe Alter – zu sichern. Ein Kernsymptom des Dysexekutiven Syndroms ist die mangelnde Umstellfähigkeit. Klienten mit Schädigungen in diesem Bereich haben oftmals die Fähigkeit verloren, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und sich flexibel und situationsadäquat zu verhalten (Karnath, Hartje, Ziegler, 2006, S.169). Die Forschung zeigt, dass wirksame Therapie auf unterschiedliche Interventionsformen und Therapieansätze wie bspw. auf kognitive, übende Verfahren oder auf Manipulation und Modifikation der Umwelt abzielen sollte, um die Selbstständigkeit des Klienten im häuslichen sowie beruflichen Lebensumfeld optimal zu fördern (Müller, Wolfenbüttel, 2012). In diesem Workshop werden dazu theoretische Grundlagen vermittelt, Forschungsergebnisse aufgezeigt sowie Aufgaben zur Umstellfähigkeit praktisch durchgeführt. Ebenfalls werden Beispiele gemeinsam erarbeitet, wie im Alltag des Klienten die kognitive Fle-xibilität miteinbezogen und gefördert werden kann.

Schlussfolgerung: Das erarbeitete SEEP-RS wird aktuell mit Patientinnen und Patienten erprobt und gegebenenfalls angepasst. Durch die Fortbildung, die im Herbst 2019 an der ZHAW geplant ist, wird das Wissen ergotherapeutischen Fachpersonen zur Verfügung gestellt und die evidenzbasierte Praxis gefördert.

Reflexion: Durch die Zusammenarbeit mit einem Auftraggeber (ZHAW) ab einem frühen Stadium ist im Rahmen dieser Abschlussarbeit ein direkt nutzbares Endprodukt für Viele entstanden.

Progetti di collaborazione tra ergoterapisti e specialisti in attivazione

14:30 - 15:30;Marte

Davide Confalonieri con studenti specialisti in attivazione
Workshop, langue: italien

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L’idea di istituire dei progetti concreti di collaborazione professionale tra lo specialista in attivazione e l’ergoterapista è nata dalla seguente constatazione: l’affermazione di una nuova figura professionale all’interno di un contesto istituzionale, spesso genera resistenze e diffidenze da parte degli operatori già presenti, i quali vedono minacciare il loro ambito di competenza. In un simile scenario è difficile che si affermino stima e rispetto reciproci. Quando nel 2010 è iniziata la formazione di specialista in attivazione presso il CPS di Lugano abbiamo assistito ad una certa difficoltà nel riconoscere il contributo che questo nuovo operatore poteva dare in ambito geriatrico, psichiatrico o con i disabili adulti. Visto che comunque alcuni studenti specialisti in attivazione già sperimentavano delle buone collaborazioni interprofessionali, per incentivare esperienze di “best practice” si è voluto promuovere ulteriori progetti nei quali il contributo delle differenti discipline potesse essere riconosciuto ed apprezzato. Le caratteristiche di questi pro-getti di collaborazione riguardano la pratica professionale dello specialista in attivazione e di un collega ergoterapista in un intervento efficace di cooperazione. In questi progetti sono stati raggiunti buoni risultati attraverso una presa in carico dell’utente condivisa. La relazione da parte degli studenti specialisti in attivazione (e magari anche degli ergoterapisti implicati) vuole rendere fruibile al pubblico le caratteristiche dei due ruoli professionali protagonisti del “Progetto di collaborazione”, al fine di comprendere in maniera esaustiva le potenzialità di una presa in carico condivisa e il contributo delle singole discipline.

L’ergothérapie en entreprise, présentation d’un modèle d’intervention

14:30 - 15:30;Saturno

Monin Michelle
Brève intervention, langue: français

Implementierung der Mini-ICF-App als arbeitsdiagnostisches Tool im Rahmen der Ergotherapie der PDAG Tagesklinik Königsfelden
Scholze Katja
Brève intervention, langue: allemand

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1. Cette intervention sera l’occasion pour le groupe d’experts francophones d’ergothérapie en entreprise (santé au travail), initié en 2018 et mandaté par l’ASE, de se présenter. Il est constitué de 6 personnes issues de pratiques différentes et chapeauté par Michelle Monin. Il a pour premier objectif de définir l’intervention ergothérapeutique en entreprise et renforcer les compétences des ergothérapeutes dans le champ de la santé au travail. Le second objectif est de promouvoir la profession dans ce domaine auprès des entreprises, des assureurs, et des autres organes décisionnels. Le groupe a déjà défini les différents axes d’intervention possibles en ergothérapie allant de promotion à la santé et prévention primaire des troubles musculosquelettiques jusqu’à l’accompagnement du patient ou de l’entreprise à la reprise du travail. Il travaille sur la définition du concept de l’intervention en ergothérapie en santé au travail et d’un concept de formation ou certification afin de mieux outiller les professionnels pour garantir une intervention de qualité dans les entreprises. Cette brève intervention permettrait d’échanger sur le concept proposé et de récolter des informations, suggestions, suite à la discussion afin de finaliser le projet « ergothérapie en entreprise » et de développer rapidement et professionnellement ce nouveau champ de pratique où la demande d’intervention est de plus en plus fréquente. En effets les atteintes à la santé liées au travail sont de plus en plus nombreuses dans les tous les secteurs d’activités

2. Verminderte Arbeitskraft, steigende Absenzen am Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit und Invalidität sind zunehmend auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Das interdisziplinäre Assessment Mini-ICF-APP von Linden (et al., 2015) erhebt betätigungsorientiert die Erwerbs- und Arbeitsfähigkeit sowie die soziale Teilhabe von psychisch kranken Menschen im erwerbsfähigen Alter. Im Zeitraum von 2017-2019 wird in der Tagesklinik Brugg der PDAG ein Projekt zur Einführung und Anpassung des Assessments im Rahmen der Ergotherapie durchgeführt. Das Ziel ist die Qualitätssicherung und Erstellung von evidenzbasierten Aussagen zur möglichen Produktivität von Klienten. Die Ergebnisse bestärken die prozessorientierte Zusammenarbeit der beruflichen Integration mit verschiedenen Stakeholdern wie Sozialversicherungen (Invaliden-, Unfall und Krankentaggeldversicherung). Die Verlaufserhebungen basieren auf klinischen Beobachtungen von Betätigungen sowie auf ein leitfadengestütztes Interview durch die Ergotherapie. Für die Auswertung ist ein Tool entwickelt, in dem die erhobenen Daten erfasst werden und in einem einheitlichen Dokument schriftlich und grafisch dargestellt werden. Zur Individualisierung sowie zur Effizienzsteigerung werden künftig Textbausteine entwickelt, die strukturierte automatisierte Zusammenfassungen ermöglichen

Le moment magique de l'ergothérapie - une conversation

15:45 - 17:15;Palacinema

langue: multilangue, avec traduction simultanée

Samedi, 07.09.2019

ergo5.0 - Visions pour l'ergothérapie

09:00 - 10:30;Palacinema

langue: multilangue, avec traduction simultanée

Présentations et discussion

Visions de l'ergothérapie des trois écoles suisses

11:00 - 12:30;Sala Conferenze

Meyer Sylvie, Moioli Stefania, Kneisner Maren
Workshop, 60 min., langue: mutlilangue

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Les trois écoles d’ergothérapie ont pour mission d’assurer la formation en ergothérapie en Suisse. Elles le font en respectant des règles quant aux compétences dont les diplômé-e-s doivent disposer. Ces règles sont celles de la législation suisse, de la fédération mondiale des ergothérapeutes et de la communauté européenne. Ensembles, elles assurent le niveau bachelor, le contenu orienté vers les occupations et la protection des client-e-s. Les écoles partagent ainsi des similitudes et forment à des pratiques proches parce que les indications à l’ergothérapie se ressemblent en Suisse. De plus, leurs enseignements se basent sur la même vaste littérature scientifique internationale. 

Cependant, les écoles ont aussi leurs spécificités parce que les systèmes de santé dans lesquelles les ergothérapeutes travaillent sont cantonaux donc différents. Les écoles existent également dans des régions linguistiques particulières avec des partenaires internationaux dans ces divers environnements qui influencent les modèles d’interventions, les fondements théoriques mobilisés et les discours tenus auprès des milieux professionnels.
Fortes de leurs différences et de leur compréhension mutuelle, les trois écoles sont conscientes d’occuper dans le milieu de l’ergothérapie une place importante qui les amène conjointement à développer quelques ambitions autant qu’à partager quelques questions quant à l’avenir : augmenter le nombre d’étudiant-e-s, former au service du milieu professionnel mais à des pratiques scientifiquement et théoriquement fondées, participer à l’effort de recherche, occuper de nouveaux secteurs, mais jusqu’à quel point et lesquels ? développer master et doctorat, mais pour quels postes ?
 

Avoir une pratique fondée sur l’occupation dans divers milieux cliniques en Suisse

11:00 - 12:30;Urano

Margot-Cattin Isabel, Gertsch Morgan, Vionnet Line, Bellagamba David, Sohier Aurélie
Workshop, 90 min., langue: français

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L’occupation est au cœur de la profession d’ergothérapeute. Pour autant, les occupations ne sont parfois que peu présentes dans les pratiques cliniques de nombreux ergothérapeutes. Ceux-ci ne savent pas, peuvent pas ou n’osent pas se lancer pour transformer leur pratique fondée sur un modèle le plus souvent médical vers une perspective occupationnelle. De prime abord, il semblerait que certains milieux de pratique conviendraient mieux à l’occupation, comme le domicile. Pourtant, rien n’empêche l’implémentation d’une pratique fondée sur l’occupation dans des lieux variés comme les hôpitaux de soins aigus ou de réadaptation, dans les soins intensifs, à l’école, ou encore en institution. L’atelier s’appuie sur le travail effectué dans le module « Théories de l’occupation » du master en sciences de la santé de Lausanne. Il propose un apport théorique sur une perspective occupationnelle et des exemples d’implémentation d’une pratique basée sur l’occupation dans divers milieux. Les concepts d’engagement occupationnel, de déprivation occupationnelle et de justice occupationnelle seront vus parmi d’autres. Puis, les participants seront répartis en petits sous-groupes afin de discuter avec l’un des présentateurs des possibilités qu’ils ont d’implémenter une pratique fondée sur l’occupation dans leur domaine et lieu de travail. L’échange de connaissances proposé dans cet atelier s’inscrit dans une pédagogie active et interactive afin de favoriser une pratique fondée sur le concept d’occupation et sur les preuves

Bewegungsförderung für Kinder mit einem Entwicklungsrisiko

11:00 - 13:00;Aula Magna

Nacke Angela
Présentation, langue: allemand, avec traduction simultanée

Unterwegs in neuen Gewässern: Wie Ergotherapeut*Innen mit dem Förderprogramm "Segel setzen, Leinen los! Auf Piratenreise im letzten Kitajahr" im Bereich Prävention aktiv werden können
Bauschke Julia, Hanstein Sabine
Présentation, langue: allemand, avec traduction simultanée

Sviluppare la motricità fine e la grafomoricità alla scuola dell`infanzia: il progetto MoFis (Motricità Fine alla Scuola dell`infanzia)
Santinelli Lietta, Rudelli Nicola
Présentation, langue: italien, avec traduction simultanée

Modificare l’ambiente per sostenere l’attenzione a scuola: lo sviluppo delle classi flessibili in alcune classi di scuola elementare  del Canton Ticino
Menegalli Leonia, Santinelli Lietta
Présentation, langue: italien, avec traduction simultanée

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1. Ergotherapie unterstützt Menschen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Demnach kommt neben der Akutbehandlung und Rehabilitation, auch den Bereichen der Gesundheitsförderung und Prävention eine grosse Bedeutung zu. Das Thema ist berufspolitisch von Interesse, da gemäss des DACHS-Projekts die Ergotherapie insbesondere in Bezug auf Gesundheitsförderung und Prävention unter Berücksichtigung von Arbeitsmarkt und Berufsbefähigung weiterentwickelt werden sollte. Die aktuelle Studienlage zeigt auf, dass sich Kinder heutzutage zu wenig körperlich betätigen, weshalb davon auszugehen ist, dass auch die motorischen Kompetenzen auf einem niedrigen Niveau sind. Dies gilt insbesondere für Kinder, die in Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status und/oder Migrationshintergrund aufwachsen. Im Vortrag wird die Ausgangslage hinsichtlich körperlicher Aktivität und motorischer Kompetenzen bei Kindern, insbesondere bei Kindern mit einem Entwicklungsrisiko vorgestellt. Des Weiteren werden die Ergebnisse einer Längsschnittstudie mit einer Experimentalgruppe (EG) (n = 76) und einer Kontrollgruppe (KG) (n = 58) aufgezeigt. Untersucht wurden in dieser Studie Kinder (Durchschnittsalter 5.6 Jahre) mit einem erhöhten Entwicklungsrisiko im psychosozialen Bereich aus fünf Kindertagesstätten in einem sozialen Brennpunkt Berlins. Betrachtet wurde die Wirkung eines 22 Wochen dauernden Bewegungsförderprogramms, das auf neurophysiologischen Grundlagen aufbaut, jedoch in Form von spielerischen Aktivitäten umgesetzt und täglich in den Kindertagesstätten durchgeführt wurde. Umgesetzt wurde das Förderprogramm von pädagogischen Fachkräften, die im Sinn der Prävention ein von einer Ergotherapeutin entwickeltes Förderprogramm umgesetzt haben. Untersucht wurde die Wirkung dieses Förderprogramms hinsichtlich einer Verbesserung der motorischen Kompetenzen, des Konzentrationsvermögens, des psychischen Wohlbefindens und der Stärkung der Resilienz.

2. Der Übergang in die Schule ist für alle Kinder eine Herausforderung. Jedes Kind bringt ganz individuelle Fähigkeiten mit unterschiedliche Neigungen und Stärken wie auch etwaigen Unterstützungsbedarf in bestimmten Entwicklungsbereichen. Manche Schwierigkeiten, bspw. in der Wahrnehmung, der Feinsteuerung oder der Konzentration, fallen leider oftmals erst in der Schule deutlich auf und können das Lernen erschweren und die Kinder belasten.

„Segel setzen, Leinen los! Auf Piratenreise im letzten Kitajahr“ ist ein Programm zur Förderung schulischer Basisfähigkeiten und wurde entwickelt, um einerseits alle Kinder breit zu fördern und zugleich Kinder mit Auffälligkeiten früh erkennen und unterstützen zu können. Denn gerade für Kinder mit Unterstützungsbedarf in den grundlegenden Wahrnehmungs- und Verarbeitungssystemen ist eine schnelle und frühzeitige (ergotherapeutische) Unterstützung wichtig, um dem Entstehen von Lern- und Aufmerksamkeitsstörungen vorzubeugen. Das präventive Förderprogramm begleitet die Kinder im Sinn einer individuellen Entwicklungsunterstützung in ihrem Übergang von der Kita in die Schule. Als „Piraten“ bereisen sie 8 „Inseln“, die verschiedene Entwicklungsthemen widerspiegeln –„Körper“ ,„Sinne“, „Formen und Farben“, „Rhythmus und Muster“, ... . Parallel zur Förderung beinhaltet das Programm eine umfassende Beobachtung der Kinder mittels Beobachtungsbögen sowie eine intensive Elternarbeit. Die „Piratenreise“ ermöglicht Ergotherapeut*innen eine intensive Zusammenarbeit und Vernetzung mit Kitas sowie ein Arbeiten im präventiven Bereich. Im verlag modernes lernen ist unter dem Titel „Segel setzen, Leinen los! Auf Piratenreise im letzten Kitajahr“ ein umfangreiches Fachbuch zum Förderprogramm erschienen. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Struktur und den Aufbau des Programms, die begleitende gezielte Beobachtung mittels Beobachtungsbögen sowie in die Elternarbeit.

3. Tra il 5 e il 33% dei bambini presentano delle difficoltà grafomotorie che limitano l’apprendimento della scrittura (Karlsdottir & Stefansson, 2002). L’apprendimento della scrittura è influenzato da diversi fattori, tra cui la destrezza digitale e la coordinazione visuo-motoria (Albaret et al., 2013). Il progetto MoFis (Motricità Fine alla Scuola dell’Infanzia) è inteso a valutare l’efficacia di un kit di stimolazione per bambini e bambine dai 3 ai 6 anni in tre ambiti importanti per lo sviluppo grafomotorio: la destrezza manuale, la destrezza digitale e la coordinazione visuo-motoria. Il Kit è composto da 15 attività ed è stato utilizzato nell’arco di un anno a cadenza settimanale dai docenti di 7 scuole dell’infanzia del Canton Ticino. Il Kit è basato sul modello RTI e segue i principi pedagogici dell’apprendimento per scoperta (guidata) e senza errori e del passaggio da attività indotta ad attività libera e autonoma.

Le abilità di motricità fine e la coordinazione visuo-motoria sono state testate prima e dopo l’intervento (ABC Mov-2 e VMI) e confrontate con quelle di un gruppo di controllo. Le funzioni esecutive sono state valutate durante l’intervento (BRIEF).

Verranno presentati i principi e i primi dati del progetto nonché il percorso di collaborazione tra docenti, ergoterapisti e famiglia.

Karlsdottir, R. and Stefansson, T. (2002) Problems in Developing Functional Handwriting. Perceptual and Motor Skills, 94, 623-662 Albaret, J.-M., Kaiser, M.-L., & Soppelsa, R. (Eds.) (2013). Troubles de l'écriture chez l'enfant : Des modèles à l'intervention. Bruxelles: De Boeck/Solal

4. L’attività fisica ha una relazione positiva con la salute, l’apprendimento e la qualità di vita dei bambini e adolescenti tra i 5 e i 17 anni; le raccomandazioni degli esperti indicano che 60 minuti al giorno di attività fisica sono necessari. I bambini in età scolastica passano però la maggior parte della loro giornata a scuola, all’interno di classi in cui devono stare tradizionalmente seduti al banco. 

Le classi a seduta flessibile permettono ai bambini di muoversi durante le lezioni all’interno della classe, senza modificare i contenuti del programma scolastico. Dare la possibilità ai bambini di utilizzare delle postazioni di lavoro che permettono il movimento e un apporto sensoriale maggiore, ha un effetto positivo sul comportamento, l’impegno e l’attenzione dei bambini di età scolastica e adolescenti, in particolare quando è presente una difficoltà di attenzione. Sedersi su un pallone terapeutico sembra inoltre essere in relazione con migliori competenze in matematica in bambini di scuola elementare, rispetto ad un gruppo di bambini con una seduta tradizionale.  

La presentazione ha come obbiettivo di presentare il progetto di introduzione delle classi a seduta flessibile in alcune classi di scuola elementare del Canton Ticino, sviluppato dalla scuola e che si avvale della collaborazione con alcuni ergoterapisti. 

Rollo, S., et al. (2018). The effects of classroom-based dynamic seating interventions on aca-demic outcomes in youth: a systematic review. In Learning Environments Research, 16(2). doi.org/10.1007/s10984-018-9217-3

Bambini feriti dentro: un esempio di presa a carico pluridisciplinare efficace

11:00 - 13:00;Giove

Berger Marta, Uccelli Walser Alessandra
Présentation, langue: multilangue

Traumatisiert - was tun? Ergotherapie bei Kindern mit einem Trauma aufgrund von Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen im Lebensbereich Schule
Bayer Ursula, Schlegel Frida
Présentation, langue: allemand

Expertengruppe Flüchtlingshilfe - Pioniersarbeit für Occupational Justice
Roos Kim
Présentation, langue: allemand

Les loisirs comme vecteurs de participation sociale, d'engagement occupationnel et d’inclusion sociale. Étude exploratoire auprès de réfugiés syriens majeurs en Suisse romande.
Perregaux Sarah, Peytrignet Mégane, Tétaz Julie
Présentation, langue: français

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1. Diversi bambini vengono segnalati in ergoterapia con l’indicazione di un disturbo motorio e/o dell’attenzione. Il lavoro terapeutico su queste funzioni, invece di migliorare la situazione del cliente, porta ad un aumento delle problematiche comportamentali. La spiegazione che si da all’origine dei disturbi determina gli interventi più adeguati da attivare.
E se non si trattase di un disturbo di origine organica e funzionale? E se gli interventi classici ergoterapici produco scarsi e lenti miglioramenti?
Qualora è presente un disturbo dell’attaccamento o il bambino ha vissuto esperienze sfavore-voli o traumatiche (bambini feriti dentro), il rischio di interpretare in maniera non corretta i disturbi e di non capire e sostenere adeguatamente il bambino, è forte.
La relazione prevede la pesentazione di uno o più casi concreti, in cui una stretta collabora-zione tra ergoterapista e psicologa, si è rivelata un successo. Un intervento condiviso, centrato sul cliente e sui suoi genitori e basato su aspetti relazionali piuttosto che funzionali.

2. Hintergrund: Ende 2015 waren weltweit 63.5 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung. Nach Angaben der UNHCR (2016) sind 51% davon Kinder. Auch in der Schweiz ist ein Anstieg an Asylgesuchen deutlich bemerkbar. Folgen von Traumata wie posttraumatische Belastungsstörungen oder Depressionen können Kinder in ihrer Partizipation im Schulalltag einschränken. Die Literatur empfiehlt Ergotherapie zur Behandlung dieser Einschränkungen.

Ziel: Ziel dieses Literaturreviews (welches als Bachelorarbeit 2017 an der ZHAW eingereicht wurde) ist es, herauszufinden, wie die Ergotherapie schulpflichtige Kinder mit einem Trauma, aufgrund von Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen, in der Partizipation im Lebensbereich Schu-le unterstützen und stärken kann.

Methode: Anhand einer Literaturrecherche wurden drei qualitative Studien und ein Review zur Beantwortung der Fragestellung ausgewählt, welche kritisch beurteilt und diskutiert wurden. 

Ergebnisse: Die inkludierten Studien beleuchten die gesellschaftliche Sicht auf Kinder mit Mig-rationshintergrund, das Erleben von Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen und zei-gen Möglichkeiten von Interventionen und Programmentwicklungen in der Ergotherapie auf. 

Schlussfolgerung: Durch das Einordnen der Ergebnisse ins OTIPM wird deutlich, dass Ergotherapie in verschiedenen Bereichen des klientenzentrierten Performanzkontexts Einfluss nehmen kann und in der Behandlung von Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen im Schulkontext sinnvoll ist. Es besteht Bedarf zur Weiterentwicklung in Forschung und Praxis.

Keywords: occupational therapy, war, children, trauma, school, intervention, participation, migration

3. Einleitung: Der Weltverband der Ergotherapie fordert mehr Occupational Justice für Menschen mit Fluchterfahrung und sieht somit ein Einsatzgebiet für unseren Beruf (WFOT, 2014). In der Schweiz kommt der Einsatz von Ergotherapie in der Flüchtlingshilfe nur vereinzelt vor, der Beruf ist in diesem Sektor eher unbekannt. Um Ergotherapie in der Flüchtlingshilfe in der Schweiz zu etablieren, wurde 2016 eine Arbeitsgruppe gegründet. Frage: Wie kann unser Beruf in dem neuen Fachbereich Flüchtlingshilfe Fuss fassen?

Methode: Um eine geeignete Strategie zu entwickeln, wurden die praktischen Erfahrungen der Mitglieder ausgewertet. Die Aufmerksamkeit auf unseren Beruf soll durch Publikationen und Kongressbesuche in der Flüchtlingshilfe aufgebaut werden. Ein erfolgreiches ergotherapeutisches Projekt wird gesucht und die Prinzipien in neuen Projekten übernommen. Interessierte Studierende der Ergotherapie sollen eine Möglichkeit zum Austausch und praktische Erfahrung erhalten, um selbstbewusst Pionierarbeit in diesem Bereich leisten zu können. Theoretische (Forschungs-) Arbeiten werden unterstützt, um Grundlagenwissen zu generieren.

Ergebnis: Der Aufbau einer schweizweiten Arbeitsgruppe dauerte einige Zeit, da wir mit einer Sprachbarriere zu kämpfen haben und überwiegend ehrenamtlich gearbeitet wird. Dennoch ist es uns gelungen, bereits einige Publikationen und Auftritte zu leisten. Ein erfolgreiches Projekt in Lausanne dient als Ankerbeispiel und soll nun schrittweise in Zürich übernommen werden. Die Vernetzung der Studierenden ist schweizweit aufgegleist und hat bereits Erfolge gebracht. Es wurden einige theoretische Arbeiten geleistet. Schlussfolgerung: Der Ausbau des Fachgebiets Flüchtlingshilfe für Ergotherapie ist ein langer, arbeitsaufwendiger Prozess. Wir in der Arbeitsgruppe vertreten die Meinung, dass sich dieser Weg lohnt, da Menschen mit Fluchterfahrung Unterstützung brauchen für mehr «Occupational Justice».

4. Pour notre travail de Bachelor, nous avons exploré les activités de six réfugiés syriens en Suisse romande, particulièrement les activités de loisirs et l’influence de ces dernières sur l’engagement occupationnel, la participation et l’inclusion sociale des personnes.

Le déplacement forcé, notamment dû au conflit syrien, peut avoir une influence sur la santé mentale et/ou psychique des personnes, les rendant ainsi sujettes à des injustices occupationnelles impactant l’engagement et la participation de la personne dans des activités. Cela influence l’inclusion sociale des personnes concernée par ces inégalités (Kazour et al., 2017; Arsenijevic et al., 2017; Abbara, Coutts, Fouad, Ismail, Orcutt, 2016; Heeren, Wittmann, Schnyder, Maier & Müller, 2014; Wilcock & Townsend, 2000). 

Notre analyse des résultats a démontré que les loisirs exercés par les participants de notre étude étaient fréquemment réalisés en groupe et se sont ainsi avérées être un moyen pour acquérir/améliorer leurs connaissances linguistiques et créer des liens sociaux. De plus, les loisirs peuvent être un moyen d’acquérir ou de maintenir certaines compétences transposables par la suite dans des domaines professionnels (comptabilité, photographie, ...).

En lien avec la pratique de l’ergothérapie, nous avons relevé la nécessité de développer des connaissances autour des loisirs des réfugiés (et requérants d’asile) car c’est une population vulnérable auprès de laquelle nous serons de plus en plus amenés à travailler au vu des contextes migratoires actuels. L’amélioration des compétences transculturelles permet de faciliter l’alliance thérapeutique et de proposer une meilleure prise en charge du patient. De plus, en partant du postulat que s’engager dans des activités contribue au bien-être, l’ergothérapie a un rôle à jouer dans la défense du droit de toute personne à avoir des opportunités occupationnelles équitables (Hammell, 2018).

Bibliographie :
Abbara, A., Coutts, A., Fouad, F., Ismail, S. & Orcutt, M. (2016). Mental Health among dis-placed Syrians : findings from the Syria Public Health Network. Journal of the Royal Society of Medicine, 109(3), 88-90. doi: https://doi.org/10.1177/0141076816629765
Arsenijevic, J., Schillberg, E., Ponthieu, A., Malvisi, L., Elrahman Ahmed, W. A., Argenziano, S., … Zachariah, R. (2017). A crisis of protection and safe passage : violence experienced by migrants/refugees travelling along the Western Balkan corridor to Northern Europe. Conflict and Health, 11(6), 1-9. doi: https://doi.org/10.1186/s13031-017-0107-z
Hammell, K. R. W. (2018). Possibilités en matière de bien-être : le droit à la participation occu-pationnelle. Canadian Journal of Occupational Therapy, 84(4-5), 1-14. doi: https://doi.org/10.1177/0008417417753374
Heeren, M., Wittmann, U. E., Schnyder, U., Maier, T. & Müller, J. (2014). Psychopathology and resident status – comparing asylum seekers, refugees, illegal migrants, labor migrants, and residents. Comprehensive Psychiatry, 55, 818-825. doi: https://doi.org/10.1016/j.comppsych.2014.02.003
Kazour, F., Zahreddine, N., Maragel, M., Almustafa, M., Soufia, M., Haddad, R. & Richa, S. (2017). Post-traumatic stress disorder in a sample of Syrian refugees in Libanon. Comprehen-sive Psychiatry, 72, 41-47. doi: https://doi.org/10.1016/j.comppsych.2016.09.007
Wilcock, A. & Townsend, E. (2000). Occupational therapy interactive dialogue. Journal of Oc-cupational Science, 7(2), 84-86. doi: https://doi.org/10.1080/14427591.2000.9686470

Approche occupationelle en ergothérapie, centrée sur le client et basée sur les données probantes: illustration par un cas praqutique au sein d`un service de neuroréhabilitation

11:00 - 13:00;Marte

Calliet Bestien, Thibaut Turpain
Présentation, langue: français

Perspectives francophones sur l’occupation humaine : les apports du réseau Occupation Humaine et Santé (OHS) et la Société Francophone de Recherche sur les Occupations (SFRO)
Kühne Nicolas, Tétreault Sylvie
Présentation, langue: français

Gratuit pour toutes et tous! Comment survivre après quatre ans de publication d`une revue entièrement gratuite et en Open access, la Revue Francophone de Recherche en Ergothérapie (RFRE): pièges et astuces
Décastel Laure
Présentation, langue: français

Rôle de l’ergothérapeute dans la prévention primaire et secondaire de l’insomnie chronique en Maison de Retraite et en EMS
Adant Guy
Présantion, languague: français

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1. Diversi bambini vengono segnalati in ergoterapia con l’indicazione di un disturbo motorio e/o dell’attenzione. Il lavoro terapeutico su queste funzioni, invece di migliorare la situazione del cliente, porta ad un aumento delle problematiche comportamentali. La spiegazione che si da all’origine dei disturbi determina gli interventi più adeguati da attivare.
E se non si trattase di un disturbo di origine organica e funzionale? E se gli interventi classici ergoterapici produco scarsi e lenti miglioramenti? Qualora è presente un disturbo dell’attaccamento o il bambino ha vissuto esperienze sfavorevoli o traumatiche (bambini feriti dentro), il rischio di interpretare in maniera non corretta i disturbi e di non capire e sostenere adeguatamente il bambino, è forte. La relazione prevede la pesentazione di uno o più casi concreti, in cui una stretta collaborazione tra ergoterapista e psicologa, si è rivelata un successo. Un intervento condiviso, centrato sul cliente e sui suoi genitori e basato su aspetti relazionali piuttosto che funzionali.

2. Bien que le volume de recherche soit encore modeste, les sciences de l’occupation (SdO) se sont diffusées largement dans la littérature en ergothérapie ces dernières décennies (Glover, 2009). Elles peinent toutefois à trouver leur chemin vers la pratique (Zemke, 2016). Le réseau Occupation Humaine et Santé (OHS) a été créé en 2016 dans le but de soutenir le développement des SdO dans la Suisse romande et dans l'espace francophone. Il veut contribuer à une meilleure connaissance des liens entre les occupations humaines et la santé (Zemke et Clark, 1996) et à une meilleure utilisation des résultats de recherche sur les occupations dans les pratiques des professionnels de la santé et du travail social. Pour ce faire, le réseau OHS organise des journées de conférences, mène des recherches et participe au développement de communautés de pratique permettant des échanges étroits entre cliniciens et enseignants-chercheurs. Deux communautés de pratiques sont déjà lancées et trois autres en sont en projet. Le Réseau OHS et ses membres participent également à la mise sur pied de la Société Francophone de Recherche sur les Occupations (SFRO). Cette association vise à promouvoir la recherche interdisciplinaire sur les occupations en francophonie et à soutenir une communauté internationale de chercheur·e·s francophones sur les occupations. L'ensemble de ces actions collaboratives permet de contribuer à faire du "virage occupationnel" une réalité pratique. References: Glover, J. S. (2009). The literature of occupational science: A systematic, quantitative examination of peer-reviewed publications from1996–2006. Journal of Occupa-tional Science, 16(2), 92‑103; Zemke, R. (2016). Extending occupational science education. Journal of Occupational Science, 1‑4 ; Zemke R., et Clark, F.A. (dir.) (1996). Occupational Sci-ence: The Evolving Discipline, Philadelphia, F.A. Davis Company.

3. Introduction: Le nombre d'articles de recherche en ergothérapie augmente très rapidement. La plupart d'entre eux sont écrits en anglais, ce qui peut constituer un obstacle à leur diffusion dans de nombreux pays non anglophones. En outre, la plupart des travaux de recherche en ergothérapie sont publiés dans des revues traditionnelles payantes. Cela ajoute un obstacle au libre accès des résultats scientifiques.

Objectifs: La Revue Francophone de Recherche en Ergothérapie (RFRE) avait pour objectif de proposer aux chercheur·e·s et aux clinicien·ne·s francophones du monde entier une revue entièrement gratuite et évaluée par les pairs.

Méthode: La RFRE a été développée par une équipe d'ergothérapeute-chercheur·e·s de cinq pays. Plusieurs établissements universitaires et associations nationales d'ergothérapeutes dont l’Association Suisse des Ergothérapeutes soutiennent le projet. Open Journal Systems (OJS), un logiciel à code source ouvert, a été choisi pour le processus de publication.

Résultats: Sept numéros de la RFRE ont été publiés depuis 2015, deux fois par an. Cette revue est totalement gratuite pour les auteurs et les lecteurs. Tous les articles sont publiés sous une licence CC-BY-SA-NC. Cependant, divers problèmes ont été rencontrés. Les défis techniques étaient relativement faciles à relever mais d'autres sont plus problématiques, notamment ceux liés au développement et à l’actualisation des «compétences de publication» des ergothérapeutes francophones.

Conclusion: Les technologies modernes offrent des opportunités pour contribuer au développement et à la diffusion de la recherche en ergothérapie. Néanmoins, certains défis difficiles à relever resteront encore d’actualité pour plusieurs années.

Références bibliographiques : Ahuja, D. (2010). Open access publishing: the future of rehabilitation research. International Journal of Physiotherapy & Rehabilitation, 1(1), 5–8. Björk, B.-C., Shen, C. et Laakso, M. (2016). A longitudinal study of independent scholar-published open access journals. PeerJ, 4, e1990. doi:10.7717/peerj.1990 Kühne, N. et Tétreault, S. (2017). Grandir, un chemin ardu. Revue Francophone de Recherche en ergothérapie, 3(2), pp.3-5. Larivière, V., Haustein, S. et Mongeon, P. (2015). The oligopoly of academic publishers in the digital era. PLoS ONE, 10(6). doi:10.1371/journal.pone.0127502 Perroud, S. (2013). La science part en guerre contre les revues payantes. 24heures. Repéré à http://www.tdg.ch/savoirs/science-guerre-revues-payantes/story/27728968

4. Le sommeil est un pilier de la santé. Chacun le sait intuitivement et ce comportement est cru-cial pour la santé à tous les âges de la vie. 
L’insomnie chronique qui est omniprésente en Maison de retraite et en EMS nuit à la qualité de la vie et augmente la morbidité et la mortalité. 
La prévention primaire vise à réunir les conditions les plus favorables pour un sommeil de qualité malgré les effets du vieillissement. 
La prévention secondaire a pour objectif de réduire ou à atténuer les manifestations pathologiques du sommeil dans une perpective la plus large possible sans utilisation de médicaments.

Références :
Adant, G. (2011): Ergothérapie chez les personnes âgées souffrant d’insomnie /Ergotherapie bei älteren Menschen mit Schlaflosigkeit, Ergotherapie, 4,9-11.
Adant, G. (2017): Pré-textes pour un sommeil sans médicaments, Editions Universitaires Eu-ropéennes.

Im Alltag leuchten lernen - das Modell zur Erarbeitung nachhaltiger Teilhabe aus dem Modell HoDT

11:00 - 13:00;Mercurio

Ebert Juliane, Hofer Katrin
Présentation, langue: allemand

Raum trifft Praxie - Licht im Dunkeln
Hofer Katrin, Ebert Juliane
Workshop, 90 min., langue: allemand

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1. In der Ergotherapie begegnen uns Klienten mit Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens und der Teilhabe. Das Bestreben der Therapie ist es, stark beeinträchtigte Klienten so früh wie möglich zu individuell bedeutsamer Teilhabe zu befähigen. Die von Friederike Kolster entwickelte HoDT (Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie) bietet mit dem „Modell zur Entwicklung nachhaltiger Teilhabe“ (Schnee & Kolster 2015) ein Interventionsmodell, um auch Klienten mit schweren Einschränkungen zu „stars of daily living“ zu machen.

Das „Modell zur Entwicklung nachhaltiger Teilhabe“ (Schnee & Kolster, 2015) definiert inhaltlich die Interventionsbereiche „Awarenesserarbeitung“, „Funktionstraining“ und „Handlung jetzt sicher ermöglichen“. Das Bewusstsein über diese Bereiche hilft gezielt Therapieinterventionen abzuleiten und zu priorisieren. Damit können vorhandene Ressourcen nachhaltig gestärkt und eingesetzt werden. Das Modell unterstützt mich als TherapeutIn im gesamten Rehaprozess die Fokussierung auf kleine erreichbare Teilschritte zur Wiedererlangung von Handlungskompetenz und individuell bedeutsamer Teilhabe beizubehalten.

2. In der Ergotherapie gilt die Handlung als zentrales Element. Um die Einschränkungen der Klienten verstehen zu können, muss eine Auseinandersetzung mit dem handelnden Menschen stattfinden. Klienten mit einer Apraxie oder räumlichen Störungen leiden unter grossen Einschränkungen in den Aktivitäten des täglichen Lebens und der Partizipation (Kolster, 2009). Das Konzept der HoDT (Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie) geht davon aus, dass Menschen auf der Grundlage vorhandener Hirnfunktionen agieren und damit stets handlungslogisch vorgehen (Kolster, 2009).

Im Workshop wird anhand des neuropsychologischen Processings und verschiedenen Alltagshandlungen die Unterscheidung der Komponenten Raum und Praxie erarbeitet. Eine differenzierte Analyse der Betätigungskomponenten auf Raum und Praxie ermöglicht im Alltag, Ressourcen und Schwierigkeiten der Klienten schneller zu erkennen, die Handlungslogik der Betroffenen zu verstehen und präzise Interventionen darauf abzustimmen.

Evidenzbasierte betätigungsorientierte Patientenedukation dank Zusammenspiel von Praxis und Forschung

11:00 - 13:00;Nettuno

Signer Tabea, Hitzegrad Kathrin, Hersche Ruth, Weise Andrea
Présentation, langue: allemand

Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zur Wirksamkeit der stationären Energiemanagement-Schulung (EMS) bei Menschen mit MS-bedingter Fatigue
Hersche Ruth, Weise Andrea
Présentation, langue: allemand

Wirkfaktoren der Ergotherapie
Costa Ursula, Jungwirth Linda, Weise Andrea
Workshop, 60 min., langue: allemand

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1. Ergotherapeutinnen und -therapeuten werden zunehmend aufgefordert, einen Beitrag zu sichtbarer(er) Patientenedukation in Institutionen zu liefern. Im Sinn des Empowerments Betroffener (u.a. Nutbeam 1998) nimmt dieser Bereich zudem eine immer grössere Rolle in unseren Behandlungen ein. Die Herausforderung liegt darin, dies so evidenzbasiert, wirtschaftlich und, trotz stationärem Setting, betätigungsorientiert wie möglich anzubieten.

Praxisentwicklungs- und Forschungsprojekt Im Rehabilitationszentrum Valens wurde in Zusammenarbeit mit der Forschungsabteilung der SUPSI 2016-18 eine evidenzbasierte, betätigungsorientierte Patientenedukation für Gruppen von Menschen mit MS-bedingter Fatigue im klinischen Rehabilitationssetting entwickelt, implementiert und wissenschaftlich überprüft (Hersche et al 2017). Diese «Energiemanagement-Schulung (EMS)» wurde 2018-19 in einer Zusammenarbeit von REHAB Basel, Ergotherapie Impulse und SUPSI zu einer diagnose-unabhängigen Version weiterentwickelt für alle Fatigue-Betroffene (Weise et al 2018).

Erfahrungsberichte Ergotherapeutinnen werden das Ergebnis der Zusammenarbeit an Fallbeispielen vorstellen. Wie profitieren Patienten in ihrem Alltag in der Klinik und zu Hause? Wie profitieren Patienten von der Schulung in einer Gruppe? Zudem werden Ergotherapeutin und Forscherin aus ihrer Sicht über die Zusammenarbeit berichten.

Ziele vom Vortrag Mit diesem Beitrag möchten wir Kolleginnen und Kollegen ermutigen, die Zusammenarbeit von Praxis und Forschung für beide Seiten gewinnbringend zu gestalten. Zudem werden wir am Beispiel aufzeigen, wie aus dieser Zusammenarbeit eine für unsere Klienten relevante und für die Praxis praktikable betätigungsorientierte, evidenzbasierte und wirtschaftliche Patientenedukation entstanden ist, die den klinischen Alltag bereichert und die Ergotherapie im klinischen Setting (noch) sichtbarer macht.

2. Fatigue ist ein Symptom, das bei vielen (chronischen) Krankheiten auftritt. Bei Menschen mit Multipler Sklerose (PmMS) sind 75-90% betroffen. Fatigue reduziert die Leistungsfähigkeit im Beruf, verändert die alltäglichen Routinen und vermindert die Lebensqualität. Edukative, ambulante ergotherapeutische Gruppenbehandlungen wirken sich nachweislich positiv auf den Einfluss der Fatigue auf den Alltag Betroffener aus. (Blikman et al 2013; Eskes et al 2015; Kim et al 2017; O'Riordan et al 2017).

2016-17 wurde im Rahmen eines Forschungsprojekts die evidenzbasierte "Energiemanagement-Schulung (EMS)" entwickelt, die als Gruppe angeboten wird und trotzdem mit einem 3-wöchigen stationären Rehabilitationsaufenthalt vereinbar ist. Im Folgeprojekt 2017-18 wurde eine Machbarkeitsstudie mit dem Design einer randomisierten kontrollierten Studie (RCT) durchgeführt, um die Wirksamkeit der EMS überprüfen zu können.

47 PmMS wurden zufällig der Interventionsgruppe (EMS, n=24) oder der Kontrollgruppe (Progressive Muskelrelaxation, PMR n=23) zugeordnet. Mit Fragebögen zu Auswirkungen der Fatigue im Alltag (MFIS), zur Betätigungsperformanz (OSA), zur Einschätzung der Selbstwirksamkeit in der Nutzung von Energiesparstrategien und zur Lebensqualität (SF36) wurden Unterschiede zwischen den beiden Studiengruppen bei Austritt und 3 Monate danach erhoben.

Die Resultate der Studie zeigen, dass der Einfluss der Fatigue dank der intensiven multidisziplinären Rehabilitation bei Austritt in beiden Gruppen zurückgegangen ist. Ein signifikanter Unterschied konnte in der Selbstwirksamkeit, der Lebensqualität sowie der Betätigungsperformanz vor allem 3 Monate nach Austritt im Vorteil der Interventionsgruppe festgestellt werden. Diese Resultate sind erfolgversprechend und deuten darauf hin, das PmMS in der EMS Kompetenzen erwerben, die es ihnen langfristig ermöglichen, besser mit Fatigue umzugehen.

Hintergrund: Die Auseinandersetzung mit Wirkfaktoren im Rahmen qualitätsvoller Praxis ist auch in der Ergotherapie aktuell und notwendig. Allgemeiner Konsens ist, dass neben der spezifischen Intervention u.a. auch die Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn eine ausschlaggebende Rolle spielt (Scheepers-Assmus 2016). Internationale Studien und evidenzbasierte Good Practice-Ansätze wie z.B. der KRAH®-Ansatz (Costa 2014) bieten bereits erste Orientierung hinsichtlich wirksamer Aspekte im (ergo)therapeutischen Prozess. 
Fragestellung: Welche Wirkfaktoren der Ergotherapie beschreiben ExpertInnen? 

Vorgehensweise: In diesem Workshop wollen wir uns mit dem beschäftigen, was aus Sicht von ErgotherapeutInnen erfahrungsgemäß das eigentlich Wirksame in ihrer Arbeit ist. Nach einem kurzen Inputreferat wird eine geleitete Gruppendiskussion durchgeführt. Im Anschluss an die Tagung wird diese analysiert, in ein aktuell laufendes Forschungsprojekt an der fh gesundheit (Innsbruck) zu Wirkfaktoren der Ergotherapie integriert und den TeilnehmerInnen anschließend zur Verfügung gestellt.

Ergebnis: Durch die vielfältigen Perspektiven, Erfahrungen und Erzählungen von Ergothera-peutInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen und Settings kann Praxis mit Forschung und Weiterentwicklung sinnvoll verbunden werden. Eine Klärung möglicher Wirkfaktoren unserer Arbeit dient als Grundlage für weitere praxisorientierte und wissenschaftliche Forschung, was Evidenzen und Begründungen für ergotherapeutische Praxis bieten wird. Eine Auseinandersetzung mit diesem Thema bietet aber auch einen umfassende(re)n Blick auf die persönliche ergotherapeutische Praxis.
 

Meet & Greet mit der Forschungsgruppe des EVS

11:00 - 13:00;Plutone

Marthe Cathrin mit Forschungsgruppe EVS
Workshop, 90 min., langue: multilangue

Mit Spiel zum Ziel - Das Intensive Training der Oberen Extremität (ITO) im RZA
Rückriem Bärbel, Lieber Jan
Présentation, langue: allemand

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1. Ziel: Herausarbeiten, was die „ET-Welt“ will/benötigt, aber auch aufzeigen, dass es die Kerngruppe Forschung im EVS gibt. Kongress als Plattform nutzen, Netzwerk unter MSc/PhD-AbsolventInnen stärken. Gestaltung: World Cafe/Roundtables 

Themen: Wie komme ich zu einem Master / zu einem PhD? Wie werde ich nach Abschluss eines MSc/ PhD in der Forschung tätig/Diskussion von Möglichkeiten. Was braucht die Praxis um Forschungsergebnisse in ihre tägliche Arbeit einfliessen zu lassen? PhD Assessments in der Neurologie, Verlaufsparameter und deren Anwendung im Kontakt mit den Versicherungen.

2. Einleitung: In den letzten Jahren werden zur Verbesserung der Funktionen der oberen Extremität und der Handlungsfähigkeit im Alltag konventionelle ergotherapeutische Anwendungen mit moderner Rehabilitationstechnologie ergänzt. Im Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche wurde hierfür das „Intensive Training der oberen Extremität“ ITO über 24 Therapieeinheiten entwickelt. Die Kinder arbeiten in der konventionellen Ergotherapie an ihren Alltagszielen und erarbeiten sich auf spielerische Art die dafür benötigten Fähigkeiten in der computergestützten Ergotherapie (Robotik) an einer Vielzahl an Therapiegeräten unter der Supervision von geschulten Ergotherapeuten/innen. Trotz der zunehmenden Verbreitung dieser Technologien ist die Überprüfung der Effektivität dieser Rehabilitationstechnologien bei Kindern und Adoleszenten mit angeborenen oder erworbenen Hirnschädigungen noch nicht abgeschlossen. Das Ziel dieses Vortrags ist es, das ITO-Konzept sowie erste Ergebnisse zur Effektivität vorzustellen.

Methode: Zwei im RZA durchgeführte Studien belegen bisher die Auswirkungen des ITO auf die Performanz und Zufriedenheit der Kinder bei ihren Alltagszielen und auf die funktionellen Fähigkeiten mittels verschiedener Assessments, u.a. dem Canadian Occupational Performance Measure (COPM), der Goal Attainment Scale (GAS), dem Box- und Block Test (BBT) und der Dynamometrie.

Resultate: Signifikante Verbesserungen zeigten sich sowohl beim COPM und beim GAS wie auch beim BBT und bei der Fingerkraft. Schlussfolgerung: Die bisherigen Untersuchungen zeigen, dass das ITO-Programm bei Kindern und Jugendlichen mit angeborenen oder chronisch erworbenen Hirnläsionen zu signifikanten Verbesserungen der Handgeschicklichkeit und zu moderaten Verbesserungen der Fingerkraft führt und dass die Zufriedenheit der Kinder und Eltern mit der Performanz von Alltagshandlungen nach dem Training zunimmt.

SOS- Selbstwirksam ohne Schmerz - Nachhaltiges Konzept bei WRUED, Teil 1 Rehabilitation

11:00 - 13:00;Saturno

Aegler Barbara
Présentation, langue: allemand

SOS- Selbstwirksam ohne Schmerz - Nachhaltiges Konzept bei WRUED, Teil 2 Berufliche Integration
Brülhart Nicole, Aeschbacher Anja
Présentation, langue: allemand

Mein Handeln ist wirkungsvoll - Über die Selbstwirksamkeitsüberzeugung von Ergotherapeutinnen und ihren Klientinnen
Balser Marlys
Présentation, langue: allemand

Mini-Aktivitäten-Ansatz - stärke Deine Resilienz!
Heigl Franziska
Présentation, langue: allemand

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1. In den letzten Jahren hat die Zahl von Überlastungen der oberen Extremität in den westlichen Ländern stark zugenommen [1]. Die direkten Krankheitskosten wie auch jene, die durch tiefere Produktivität und Krankheitstage verursacht werden, sind sehr hoch. „Überlastungen“ sind in der Literatur kontrovers definiert; Repetitive Strain Injury (RSI), Cumulated Trauma Disorders (CTD), Work Related Upper Extremity Disorders (WRUED) und weitere [2]. In den letzten Jahren zeigt die Evidenz immer klarer, dass neben der mechanischen Belastung psychosoziale Stresssituationen bei der Arbeit oder im Privatleben auslösende Faktoren sind [3]. Zusammen mit der Praxis haben wir in den letzten drei Jahren den evidenzbasierten Ansatz ‚SOS-Selbstwirksam ohne Schmerz’ [4] für Menschen mit Überlastungen der oberen Extremitäten entwickelt. Neben der Evidenzsuche der inhaltlichen Aspekten, war die Finanzierung des Ansatzes im Fokus, um den rechtlichen Ansprüchen bezüglich Kosten, die von Krankenkassen (Rehabilitation) und Kosten, die durch Frühintervention (FI) der IV bezahlt werden sollen, gerecht zu werden. In diesem Vortrag liegt der Hauptfokus auf der Pathophysiologie von Überlastungen, möglichen Assessments zur gezielten Erfassung dieses Krankheitsbild und dem Ansatz der Ergotherapie in Phase 1 und Phase 2. Anhand eines Patientenbeispiels soll aufgezeigt werden, wie wir den ‚SOS-Selbstwirksam ohne Schmerz’-Ansatz in der Praxis umsetzen.

[1] European Agency of Health and Work. OSH in figures: Work-related musculoskeletal disor-ders in the EU – Facts and figures. Luxembourg: Office for official publications of the European communities; 2010.
[2] Goodman, G., Kovach, L., Fisher, A., Elsesser, E., Bobinski, D. & Hansen, J. (2012). Effec-tive interventions for cumulative trauma disorders of the upper extremity in computer users: Practice models based on systematic review. Work, 42, 153-172.
[3] Gatchel, R. J. & Schultz, I. Z. (2014). Handbook of Musculoskeletal Pain and Disability Dis-orders in the Workplace. New York: Springer.
[4] Aegler B., Bürki J. (2018) SOS-Selbstwirksam ohne Schmerz Ansatz, Ergotherapie 10, 13-16.

2. In den letzten Jahren hat die Zahl von Überlastungen der oberen Extremität in den westlichen Ländern stark zugenommen [1]. Die direkten Krankheitskosten wie auch jene, die durch tiefere Produktivität und Krankheitstage verursacht werden, sind sehr hoch. „Überlastungen“ sind in der Literatur kontrovers definiert; Repetitive Strain Injury (RSI), Cumulated Trauma Disorders (CTD), Work Related Upper Extremity Disorders (WRUED) und weitere [2]. In den letzten Jahren zeigt die Evidenz immer klarer, dass neben der mechanischen Belastung psychosoziale Stresssituationen bei der Arbeit oder im Privatleben auslösende Faktoren sind [3]. 

Zusammen mit der Praxis für Handrehabilitation Zürich haben wir in den letzten drei Jahren den evidenzbasierten Ansatz ‚SOS-Selbstwirksam ohne Schmerz’ [4] für Menschen mit Überlastungen der oberen Extremitäten entwickelt. Neben der Evidenzsuche der inhaltlichen Aspekte, war die Finanzierung des Ansatzes im Fokus, um den rechtlichen Ansprüchen bezüglich Kosten, die von Krankenkassen (Rehabilitation) und Kosten, die durch Frühintervention (FI) der IV bezahlt werden sollen, gerecht zu werden. 

In diesem Vortrag liegt der Hauptfokus auf dem Parallelprozess der beruflichen Integration und den rechtlichen Grundlagen bezüglich der Finanzierung von medizinisch-therapeutischen Massnahmen und beruflichen Integrationsmassnahmen, sowie deren gegenseitige Abgrenzung. Anhand eines Patientenbeispiels soll aufgezeigt werden, wie wir den ‚SOS-Selbstwirksam ohne Schmerz’-Ansatz im Kontext der Beruflichen Integration in der Praxis umsetzen. 

[1] European Agency of Health and Work. OSH in figures: Work-related musculoskeletal disor-ders in the EU – Facts and figures. Luxembourg: Office for official publications of the European communities; 2010.
[2] Goodman, G., Kovach, L., Fisher, A., Elsesser, E., Bobinski, D. & Hansen, J. (2012). Effec-tive interventions for cumulative trauma disorders of the upper extremity in computer users: Practice models based on systematic review. Work, 42, 153-172.
[3] Gatchel, R. J. & Schultz, I. Z. (2014). Handbook of Musculoskeletal Pain and Disability Dis-orders in the Workplace. New York: Springer.
[4] Aegler B., Bürki J. (2018) SOS-Selbstwirksam ohne Schmerz Ansatz, Ergotherapie 10, 13-16.

3. Das zentrale Anliegen der Ergotherapie ist die Unterstützung und Förderung sinnhafter und sinnstiftender autonomer Handlungskompetenz (Performanz) im individuellen ebenso wie im sozialen Rahmen. Was der handelnde Mensch dabei erlebt, wird handlungstheoretisch als Selbstwirksamkeit konzipiert. Er erlebt, dass er mit seinem Handeln positive oder negative Veränderungen seiner Umwelt oder Situation bewirken kann. Selbstwirksamkeit kann sowohl im direkten, selbständigen Handeln als auch im unterstützten oder mentalen Handeln erlebt werden. Damit Handlungen mit positiver Zuversicht angegangen und in das Selbsterleben eines Menschen integriert werden können, muss mittels Informations-Verarbeitungsprozessen die Konsumierung von Erfolgen und Misserfolgen vorgenommen werden: Die Selbstwirksamkeits-Überzeugung als Überzeugung, für eigenes Handeln bei Erfolgen wie auch bei Misserfolgen in einem vernünftigen Verhältnis verantwortlich zu sein ermöglicht motiviertes und hoffnungsvolles Angehen von Problemen und Lebenskrisen. Die Selbstwirksamkeit stellt einen der bedeutendsten Faktoren psychischer Resilienz dar. In diesem Referat wird aufgezeigt, wie Klientinnen und Ergotherapeutinnen innerhalb individueller und sozialer Handlungskompetenz eine gute Selbstwirksamkeits-Überzeugung entwickeln können und was diese im privaten wie auch im professionellen Zusammenhang bedeutet. Beide machen oft die Erfahrung von Stars der Meisterung von Alltagsproblemen, Stars der Kreativität. Sind sie jedoch wirklich überzeugt davon und hilft ihnen diese Überzeugung im Sinne einer starken psychischen Resilienz? Der Resilienzfaktor Selbstwirksamkeits-Überzeugung wird theoretisch hergeleitet und erklärt sowie in den Rahmen ergotherapeutischer Praxismodelle gestellt. Die Förderung der Selbstwirksamkeits-Überzeugung stellt in jedem Fachbereich der Ergotherapie einen wichtigen therapeutischen Faktor dar.

4. Hintergrund: Resilienz beschreibt die Fähigkeit eines Menschen, nach einer Krise oder einem Schicksalsschlag wieder aufzustehen und nicht daran zu zerbrechen (1). ErgotherapeutInnen können die positive Wirkung der Resilienz nutzen und dadurch den Rehabilitationsprozess unterstützen. In der Praxis stehen wir oft vor der Herausforderung, dass Klienten durch ihre Schmerzen oder ihren Stress sehr erschöpft in die Therapie kommen und Verhaltensänderungen im Alltag dadurch schwierig sind (2).
Methode und Ziel: Die Frage, welche Aktivitäten geben mehr Energie, als für deren Durchführung gebraucht wird, bildete die Grundlage für die Entwicklung des Mini-Aktivitäten-Ansatzes (MAA), der in einem zyklischen, aktiven Prozess aus Literatur-Suche, Analyse, Entwicklung, Selbstversuch, Praxis-Einsatz und immer wieder Reflexion in engem Austausch entstanden ist (3). Der MAA basiert auf theoretischen Grundlagen zur Resilienz und fokussiert auf das, was gut tut.
Ergebnis: Entstanden sind eine Sammlung von Mini-Aktivitäten und ein Leitfaden zur Anwendung. Der Vortrag gibt einen Einblick in das Thema Resilienz und stellt den MAA vor.
Schlussfolgerung: Der Praxiseinsatz in verschiedenen Bereichen zeigt, dass mit dem MAA die Gesundheit jedes Menschen gezielt unterstützt werden kann, sodass Klienten mehr Energie und Motivation haben, einen aktiven Part im Rehabilitationsprozess einzunehmen.

Referenzen:
(1) APA American Psychosocial Association (n.d.). The road to resilience. Retrieved January 2015 from http://www.apa.org/helpcenter/road-resilience.aspx
(2) West,C., Stewart, L., Foster, K. & Usher, K. (2012). The meaning of resilience to per-sons living with chronic pain: an interpretive qualitative inquiry. Journal of Clinical Nursing, 21, 1284-1292.
(3) Aegler, B., Heigl, F., Zischeck, F., «Mini-Activity Approach - Boost Your Resilience» in: Schmerz und Schmerzmanagement 2/2017 30-33

Bambini e bambine con DSA e disturbi dello sviluppo a scuola: un approccio interprofessionale

14:00 - 15:30;Aula Magna

Palma Alessia, Giulivi Sara
Présentation, langue: italien, avec traduction simultanée

Ergoterapia in ambiente scolastico: tavola rotonda su possibilità e limiti attuali
Echsel Angelika, Moioli Stefania, Ray Sylvie, Santinelli Lietta, Schulze Christina
Workshop, 60 min., langue: multilangue, avec traduction simultanée

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1. Il Corso di Laurea in Ergoterapia (SUPSI – DEASS) ed il Dipartimento Formazione e Apprendimento (SUPSI – DFA), hanno sviluppato un percorso comune di formazione continua (Certificato di Studi Avanzati – CAS) destinato a docenti ed ergoterapisti, volto a rispondere al bisogno di applicare la legge scolastica del 2012, che indica l’inclusione come via da seguire per la scuola. A fronte del crescente numero di diagnosi o segnalazioni di DSA e disturbi dello sviluppo in classe, i docenti sono sempre più interessati ad accrescere le loro conoscenze teoriche e ad apprendere strategie e attività da proporre in classe per diversificare l’approccio pedagogico, al fine di permettere a tutti i bambini di seguire, nella maniera più adeguata al singolo e alla classe, il programma scolastico, nella sua quotidianità e globalità, nonché di rispondere con competenza a bisogni educativi speciali e fornire attenzioni specifiche nell’apprendimento. Negli ultimi anni, gli ergoterapisti attivi nell’ambito dell’età evolutiva ricevono sempre più segnalazioni riguardanti la presa a carico di bambini con DSA; ergoterapisti e docenti hanno le competenze per aiutare questi bambini ad affrontare le proprie difficoltà, ma necessitano di una rete dinamica composta da scuola - famiglia - ergoterapisti - altri professio-nisti, al fine di assicurare il raggiungimento degli obiettivi di trattamento. Si ritiene quindi di primaria importanza una collaborazione attiva tra docenti ed ergoterapisti, affinché possano accrescere, grazie al reciproco scambio di esperienze e punti di vista, le proprie competenze personali e professionali e garantire una presa a carico del bambino efficace nei vari contesti di vita.

2. Ergoterapia in ambiente scolastico: tavola rotonda su possibilità e limiti attuali

Robotik versus Betätigung – ein Widerspruch?

14:00 - 15:30;Sala Conferenze

Menig Alexandra, Dr. med. Klamroth-Marganska Verena, Veelenturf Jana, Bracher-Bärtschi Gaby

Un événement du groupe d'intérêt ergothérapie en réadaptation (GIER)
Présentations et discussion pro/contra, 90 min., langue: allemand

Im ergotherapeutischen Alltag stellt der Patient mit „seiner Betätigung“ den Mittelpunkt unserer Arbeit dar. Die Kernkompetenz „Betätigung“ ist sogar das Alleinstellungsmerkmal der Ergotherapie. Dieser therapeutische Ansatz betrifft eigentlich alle Healthprofessionals, die mit dem Patienten zusammenarbeiten. Denn nur dann kann der Patient, durch unsere therapeutische Unterstützung, seine persönlichen Ziele auf Ebene der Partizipation erreichen. Dennoch bedienen wir uns im Therapiealltag auch anderer, nicht aktivitätsbezogener, Ansätze, wie z. B. der gerätegestützten Therapie. Fraglicherweise rechtfertigen wir uns dieser Auswahl.

Muss das denn überhaupt sein?! Diese Frage möchten wir mit Euch am Ergokongress in Locarno diskutieren.

  • Begrüssung und Abschluss: Alexandra Menig, Ergotherpeutin MSc, IGER Präsidentin, Rehaklinik Zihlschlacht
  • «Robotergestützte Neurorehabilitation»: Dr. med. Verena Klamroth-Marganska, Stv. Leitung Forschungsstelle Ergotherapie, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
  • «Betätigungsbasierte Ergotherapie in der Neurorehabilitation»: Jana Veelenturf, Ergotherapeutin BSc, Rehaklinik Zihlschlacht
  • «Robotik versus Betätigung – (k)ein Dilemma»: Gaby Bracher, Ergotherapeutin FH, cand. MAS Ethische Entscheidungsfindung in Organisation und Gesellschaft, Präsidentin des Ethik- und Beschwerderates EVS

Welche neuen Wirkungsfelder hat der Weltverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten (WFOT) identifiziert und welche Chancen bieten diese für die Schweiz?

14:00 - 15:30;Giove

Langlotz Kondizic Verena, Witschi Theresa, Zimmermann Tanya, Schneider Sandra
Workshop, 90 min., langue: allemand

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Der WFOT setzt sich für die weltweite Entwicklung, Anwendung und Praxis der Ergotherapie ein. Er beteiligt sich an übergeordneten Diskussionen (UN, 2018; WHO, 2018). Dabei zeigt er die Relevanz und den Beitrag unseres Berufs für die Gesellschaft und unsere Patienten auf. Die Ergotherapie bietet für diverse weltweite Herausforderungen explizite Fertigkeiten und Wissen an und erweitert dadurch das Wirkungsfeld unseres Berufs. 

Im ersten Teil des Workshops erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über neue, vom WFOT identifizierte Wirkungsfelder. Sie erfahren, wo Ressourcen und aufbereitetes Wissen abgerufen werden können. Anhand von praktischen Anwendungsbeispielen werden einige der neuen Wirkungsfelder aufgezeigt und der Bezug zu den 2016 neu formulierten Mindeststandards für die Ausbildung (DVE 2016; WFOT, 2016) hergestellt. In einem zweiten Teil werden mit Hilfe interaktiver Methoden die aktuellsten Entwicklungen aufgenommen und bearbeitet. Moderiert wird der Workshop durch Vertreterinnen des ErgotherapeutInnen-Verbandes Schweiz (EVS, 2018) und den schweizerischen WFOT Delegierten.

Am Ende ist den Teilnehmenden bewusst, wie sie vom weltweiten Wissenspool profitieren und wo sie sich für den eigenen Arbeitsalltag inspirieren lassen können. Durch den praxisnahen Austausch wird deutlich, welche Themen berufspolitisch für die Schweiz relevant sind und wo weiterführendes Interesse besteht, im schweizerischen Kontext vertieft daran zu arbeiten. 

Literatur:

L’intervention communautaire pour les étudiants en ergothérapie : réflexion autour d’une expérience en suisse italienne

14:00 - 15:30;Marte

Rossini Emmanuelle, Moioli Stefania, Palma Alessia, Fasani Marianna
Workshop, 90 min., langue: multilangue

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Les écoles de formation en ergothérapie devraient, de par leur mandat, être fortement ancrées sur le territoire et proposer une formation qui répond au besoin des communautés environnantes. Dans ce cadre, la formation en ergothérapie du DEASS de la SUPSI en Suisse italienne a développé un projet au sein d’une école primaire. Partant d’expériences territoriales auprès d’enfants avec des particularités comportementales, la direction d’une école primaire a émis le besoin d’une intervention sur le contexte école, qui englobe tous les enfants, les familles et les enseignants. Le besoin a été discuté auprès de la formation en ergothérapie afin qu’une partie du projet soit élaboré par les étudiants au sein du module « salutogénèse ». Dans ce cadre, les étudiants pourront expérimenter certains principes de l’intervention communautaire en répondant à un besoin réel du territoire. Cette expérience illustre comment il est possible de développer des projets pertinents à une approche andragogique centrée sur les compétences. Le workshop présentera l’ensemble du projet et ses diverses articulations. Il permettra la confrontation et la discussion entre les participants sur les thématiques suivantes : Comment développer des synergies entre le territoire et les écoles de formations en ergothérapie ? Que pouvons nous concrètement demander à des étudiants en formation au sein de projets communautaires ? Quels sont les apports des approches centrées sur les compétences dans la formation de base ?

La locomotion en double tâche : un défi au quotidien pour les personnes ayant subi un accident vasculaire cérébrale

14:00 - 15:30;Mercurio

Belock-Bellamy Anne
Présentation, langue: français

Der Einfluss von Flow-Erfahrungen beim Training der oberen Extremität nach Schlaganfall
Ottiger Beatrice
Brève intervention, langue: allemand

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1. En fin de réadaptation intensive, la majorité des personnes ayant subi un accident vasculaire cérébral (AVC) sont considérées indépendantes à la marche. Toutefois, les déplacements ef-fectués dans la communauté lors d’activités du quotidien demeurent un défi considérable pour cette population. La fréquente réalisation d’une tâche secondaire (ex. parler, planifier un trajet) lors des déplacements peut expliquer ces difficultés. En effet, il a été démontré que notre capacité attentionnelle limitée peut avoir un impact sur la performance d’une voire des deux tâches réalisées simultanément. Les résultats d’une revue systématique, effectuée par notre équipe, sur ce phénomène de la double-tâche, ont permis de conclure à la présence d’interférence cognitivo-motrices chez la population ayant subi un AVC. La majorité des études incluses dans cette revue systématique utilisaient cependant des tâches peu représentatives du quotidien (ex. soustraction en marchant en ligne droite sans obstacle). Dans le cadre de mon doctorat, je vais donc développer et valider un protocole d’évaluation, en environnement virtuel, qui permettra de mieux comprendre le phénomène de la double-tâche lors d’activités similaires à celles réalisées au quotidien, chez les personnes ayant subi un AVC.
Les participants à cette étude devront se déplacer dans un centre commercial virtuel jusqu’à un magasin-cible tout en mémorisant une liste d’items. Les coûts locomoteurs et cognitifs induits lors d’activités en double-tâche représentatives de la vie quotidienne, présentant différents niveaux de difficulté, seront mesurés chez des personnes ayant subi un AVC et comparés à ceux de personnes saines. Des résultats préliminaires de cette étude vous seront présentés.

2. Im Rahmen meines PhD-Projekts untersuche ich im Luzerner Kantonsspital Neurorehabilitation Flow-Erfahrungen während dem Training der Armbeweglichkeit und/oder Handgeschicklichkeit nach einem Schlaganfall. Dauer des Projekts ist vom Mai 2018 bis Oktober 2019. Am EVS-Kongress würde ich das Projekt im Rahmen eines Kurzvortrags oder einer Posterpräsentation vorstellen und die ersten Auswertungen präsentieren.

Hintergrund Eine Flow-Erfahrung entsteht, wenn die Anforderung einer Tätigkeit ihre volle Konzentration beansprucht (1) (2). Durch das Eintreten einer solchen Erfahrung entsteht eine Selbst- und Zeitvergessenheit, welche als positiv empfunden wird. Die Flow-Theorie wurde in der Sportwissenschaft entwickelt und wird bis jetzt hauptsächlich in diesem Bereich angewendet (3).

Ziel Das Ziel dieses Projekts ist zu erfahren, wie Schlaganfallpatienten ihre Motivation über die Dauer des Trainings der oberen Extremität aufrechterhalten können. Die Flow-Theorie ist ein oft angewandtes Konzept in der Sportwissenschaft zur Untersuchung der Motivation. Aus diesem Grund wollen wir erforschen, ob Patienten mit einem Schlaganfall während dem Training der oberen Extremität positive Flow-Erfahrung erleben. Wir beobachten, ob sich die Flow-Erfahrungen über die Dauer des Trainings verändern wird und welche Faktoren die Flow-Erfahrungen positiv beeinflussen können. Im Rahmen dieses Projekts werden zwei bereits existierende Flow-Erfahrungs-Fragebögen (4) (5) getestet und deren Gültigkeit und Verlässlichkeit für die Verwendung in der Population von Schlaganfall-Überlebenden geprüft. Die Ergebnisse dieser Studie helfen ErgotherapeutInnen, den Einfluss von Flow-Erfahrungen bei Schlaganfallüberlebenden in einem therapeutischen Setting zu verstehen, zu fördern und somit insgesamt die Qualität der Neurorehabilitation zu verbessern.

Design Beobachtungsstudie und Validierungsstudie von Flow Fragebögen, welche im Rahmen der Ergotherapie angewendet werden können.

Literaturverzeichnis 1. Csikzentmihalyi, M. Beyond boredom and anyiety. San Francisco : Jossey-Bass, 1975. 2. Csikszentmihalyi, M. Flow and the Foundations of Positive Psychology. Springer Dordrecht Heidelberg New York London : Springer Science + Business Media , 2014. doi: 10.1007/978-94-017-9088-8. 3. Jackson, S A and Eklund, R C. Assessing Flow in Physical Activity: The Flow State Scale-2 and Dispositional Flow Scale-2 . Journal of Sport & Exercise Psychology. 2002, 24,133-150. 4. Yoshida, Kazuki, et al. The Flow State Scale for Occupational Tasks: Development, Reliability, and Validity. Hong Kong Journal of Occupational Therapy. 2013, 23,54-61. 5. Engeser, Stefan and Rheinberg, Falko. Flow. performance and moderators of challenge-skill balance. Motiv Emot . 2008, doi 10.1007/s11031-008-9102-4.

Blockade bei Verhaltensänderung

14:00 - 15:30;Nettuno

Schmid Elena, Elsässer Monika
Présentation, langue: allemand

Gefühle in der Ergotherapie - "inneres Selbständigkeitstraining", von der unterschätzten Bedeutung der Gefühle - wie Gefühle funktionieren
Joss Ruth
Présentation, langue: allemand

«Meine Batterien sind immer voll» - Biographische Narratives von jungen Männern mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Citrini-Hunger Andrea
Présentation, langue: allemand

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1. Wer kennt es nicht, dieses Dilemma: Obwohl der Wunsch nach einer Verhaltensänderung da ist, will die Umsetzung nicht gelingen. Zwar scheint die Dringlichkeit dieser Verhaltensänderung für eine selbstbestimmte Alltagsbewältigung sowohl für Patienten als auch für uns ErgotherapeutInnen oft klar. Trotzdem sehen wir uns immer wieder konfrontiert mit Handlungsblockaden, die diese Absicht verhindern. 

Solche Blockaden bestehen oft aus nicht gefühlten oder verdrängten Gefühlen. Diese können manchmal so stark sein, dass jemand trotz Intelligenz, Wissen oder den erforderlichen körperlichen Voraussetzungen nicht ins Handeln kommt. Zum Beispiel werden Übungen nicht praktiziert oder Pendenzen nicht angegangen. Oft kommt es zu Rückfällen in alte Muster. Nicht selten verbergen sich hinter diesen Blockaden negative Erfahrungen und Glaubenssätze oder das Fehlen einer intrinsischen Motivation. Hoffnungslosigkeit versteckt sich hinter dem Gefühl versagt zu haben. Wut über die eigene Unfähigkeit zu handeln vermischt sich mit dem Gefühl von Frust oder Ohnmacht. Ein Wirrwarr an Gefühlen beherrscht den Klienten und kann ihn unbewusst blockieren. Doch was passiert, wenn die Gefühle an die Oberfläche geholt werden, wahrgenommen und benannt werden und ihnen Beachtung gegeben wird? Was, wenn dadurch anstatt Wut und Resignation plötzlich Sehnsucht, Zuversicht oder ein Wunsch im Raum stehen? 

In diesem Vortag analysieren wir das Phänomen Blockade. Wir teilen praktische Tipps, die in verschiedenen Situationen und Fachbereichen helfen, Blockaden besser wahrzunehmen, zu benennen und das Bewusstsein dafür zu stärken. Dies ermöglicht, sie rascher zu überwinden, ihnen weniger ausgeliefert zu sein und persönliche Handlungsziele zu erreichen.

2. Woran leidet ein leidender Mensch? An negativen Gefühlen. Was hat den grössten Einfluss auf das Befinden? Die Gefühle. Was heilt Gefühle? Sie bewusst zu fühlen. Wie heilt man Gefühlsstörungen? Übers Fühlen (nicht übers Reden, Denken oder sich-anders-Verhalten). 
Sensibilität und Wahrnehmungsfähigkeit sind Intelligenzformen. Sie sind in der Therapie wichtige Werkzeuge.  

„Inneres Selbstständigkeitstraining in der Ergotherapie: Das Wissen, wie Gefühle funktionieren, ermöglicht es, nicht unnötig lange unter ihnen zu leiden. Es hilft, Gefühle und damit Bedürfnisse besser wahrzunehmen, authentisch zu sein, sich und andere besser zu verstehen. Dies PatientInnen beizubringen, ist „inneres Selbstständigkeitstraining“. Gefühlskompetenz und Wahrnehmungsfähigkeit sind bei allen unterschiedlich präzis und vielschichtig. Es sind alltagspraktische Fertigkeiten, die sich üben lassen und die zu Verbesserungen in allen Lebensbereichen beitragen. Ebenso kann Fühlen als präzise Wahrnehmung konkret geübt werden.

Werden belastende Gefühle wirklich gefühlt (mit dem „Gefühle-Fühlsinn“), und ist man für sie da, vergehen sie wieder und machen angenehmen Gefühlen Platz. Dies lässt sich leicht erfahren. Mit dieser Praxis verlieren Gefühle ihre Bedrohlichkeit, innerlich kann „aufgeräumt“ werden. Gefühle können heilen, die Vergangenheit verliert an Macht und brachliegendes Potenzial kann im aktuellen Leben besser genutzt werden. 

Fühlen, wahrnehmen, Bewusstsein > Wissen. Gefühlskompetenz: Wahrnehmen lernen; Fühlen lernen: konkret, im Körper, pragmatisch, mit dem Fühlsinn; Wissen, wie Gefühle, wie Emotionen funktionieren; Bewusstsein für Gefühle, der eigenen und der anderer; Bewusstsein für Subjektivität, Qualität und Grenzen der Wahrnehmungsfähigkeit; Guter Umgang mit den eigenen Gefühlen; Besseres Verständnis für die Gefühle anderer (was hinter Reaktionen stehen kann).

3. Einleitung: Eine Aufgabe der Ergotherapie besteht darin, Klienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei den Herausforderungen im Alltag zu unterstützen. Die Untersuchung beschreibt Lebensgeschichten von jungen, männlichen Erwachsenen, welche als Kind mit einem ADHS diagnostiziert wurden, während des Prozesses vom Kind zum Erwachsenen.

Methode: Daten wurden durch narrative Interviews von acht Männern zwischen 18-36 Jahren im Kanton Zürich erhoben. Zusätzlich wurden die biographischen Daten durch einen Fragebogen gesammelt. Die erlebten und erzählten Lebensgeschichten wurden mit der Biographischen Narrative Interpretation Methode nach Rosenthal (2008) und Wengraf (2006) analysiert.

Ergebnisse: Die Ergebnisse spiegeln zwei Punkte wieder: die „überschüssige Energie“ und den Einfluss der Betätigungen und Kontexte in den verschiedenen Lebensphasen. Die Vorschulzeit erlebten die Männer meist unbeschwert, da sie ihrer „überschüssigen Energie“ genügend Freiraum gegeben konnten. In der Schulzeit zeigten sich für alle Betroffenen und deren Umfeld die grössten Herausforderungen, sie wurde als sehr belastend erlebt. Der Übertritt in die Berufswelt erlaubte den meisten, ihren Interessen und Fähigkeiten gerechter zu werden, und oft zum ersten Mal die positiven Facetten der „überschüssigen Energie“ zu erfahren. 

Schlussfolgerung: Die Bedeutung der „überschüssigen Energie“ sowie die unterschiedlichen Bedürfnisse und Herausforderungen in den verschiedenen Lebensphasen soll bei der Planung von ergotherapeutischen Interventionen berücksichtigt werden, um die Menschen mit ADHS im Alltag bestmöglich zu unterstützen.

Die OTIPM Implementierung in der Neurologie am Inselspital – von akut bis ambulant

14:00 - 15:30;Plutone

Eichenberger Magdalena, Senn Daniela
Présentation, langue: allemand

Möglichkeiten und Herausforderungen der Implementierung der ICF in der Ergotherapie
Maritz Roxanne
Workshop, 60 min., langue: allemand

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1. Was können wir tun, wenn der therapeutische Prozess und die Therapieinhalte in der Praxis nicht mehr dem zeitgenössischen Paradigma (Kielhofner, 2009) entsprechen? Wie können wir in einem Spital den Fokus auf die Betätigungen der Patientinnen legen? Diese Frage stellte sich das Leitungsteam der Ergotherapie Universitäre Akut- Neurorehabilitation Inselspital. Nach einer Standortanalyse entschied sich das Leitungsteam, das Occupational Therapy Intervention Process Model (OTIPM) (Fisher, 2014) mit der Implementierung im 2018 zu beginnen. Die Einführung dieses ergotherapeutischen Prozessmodells wurde gemeinsam mit der Ergotherapie der Neurorehabilitation Riggisberg geplant. 

In der Vorbereitungsphase entstand die Idee, diesen Veränderungsprozess mit dem Bereich Weiterbildung Ergotherapie der ZHAW zu initiieren. Als erster Schritt setzte sich das ganze Ergotherapie-Team an einem Workshop mit dem OTIPM auseinander. Nach dem Workshop vertieften sich die Ergotherapeutinnen in Kleingruppen in definierte Schritte der Evaluations- und Zielsetzungsphase des OTIPM. Im Evaluationsworkshop wurde über mögliche Massnahmen zur Implementierung der Betätigungsbasierung und Betätigungsfokussierung diskutiert. Je nach Arbeitsbereich (Akutbereich, Frührehabilitation, Rehabilitation und Ambulatorium) sind die 19 Ergotherapeutinnen mit unterschiedlichen Fragen und Herausforderungen konfrontiert. Diese Themen werden aufgegriffen, reflektiert und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Die Auseinandersetzung mit dem OTPIM wirkt sich auf die Erfassung, die Therapien, die Sprache und Haltung der Therapeutinnen, die Vertretung der Betätigungsfokussierung im interprofessionellen Team, sowie auf die Einrichtung der Räumlichkeiten aus. 
Ein Jahr nach dem ersten Workshop sind wir noch lange nicht am Ende des Veränderungsprozesses angekommen, wie ihn auch Sirkka, Zingmark und Larsson-Lund (2014) beschreiben. Wir arbeiten täglich darauf hin, dass unser Praxisalltag immer mehr dem zeitgenössischen Paradigma entspricht. 

Referenzen: 
Kielhofner, G. (2009). Conceptual Foundations of Occupational Therapy Practice (4 ed.): F.A. Davis Company 
Fisher, A. G. (2014). OTIPM Occupational Therapy Intervention Process Model. Ein Modell zum Planen und Umsetzen von klientenzentrierter, betätigungsbasierter Top-down-Intervention (B. Dehnhardt, Trans.). Idstein: Schulz-Kirchner. 
Sirkka, M., Zingmark, K., & Larsson-Lund, M. (2014). A process for developing sustainable evidence-based occupational therapy practice. Scandinavian Journal of Occupational Therapy, 21(6), 429- 437. doi: 10.3109/11038128.2014.952333

2. Die internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation bietet eine interdisziplinäre und internationale Sprache [1, 2001]. Da sie unter anderem Aktivitäten, Partizipation und Umweltfaktoren ins Zentrum stellt, findet sie in der Ergotherapie viel Anklang. Wie sieht es aber mit dem Einsatz der ICF in der ergotherapeutischen Praxis, Ausbildung und Forschung aus? Was sind die Chancen und Herausforderungen bei der Umsetzung der ICF in Ergotherapie-Berichten? Wie können wir unser berufsspezifisches Wissen - vertreten durch Modelle und Assessments - mit der ICF verbinden? Auf-bauend auf einem Special Interest Group Meeting der ICF auf dem WFOT-Kongress im Jahr 2014 (Japan) wurden diese Fragen ausführlicher behandelt [2, 2015]. Zudem wurde von einer vom WFOT unterstützen Arbeitsgruppe weitere Arbeiten zur Verknüpfung der ICF mit ausge-wählten Assessmentinstrumenten und Ergotherapie-Modellen durchgeführt und veröffentlicht [3, 2018], um die Entwicklung von ICF-basierten Berichten für die Anwendung in der Ergothe-rapie zu fördern. Der Workshop (möglich wäre auch das Format „Vortrag“) beinhaltet die Vorstellung der bisherigen Arbeiten und folgende interaktive Diskussion: Erfahrungsaustausch über den Einsatz der ICF in der ergotherapeutischen Praxis, Ausbildung und Forschung; Erörtern von Chancen und Herausforderungen bei der Entwicklung von ICF-basierten Berichten für die Ergotherapie; Erörtern weiterer nötiger Schritte, welche für die ICF-basierte Berichterstat-tung in der Ergotherapie im Schweizer Kontext nötig sind (mit Bezug auf den neu entwickelten EVS-Berichteraster, welcher ebenfalls ICF Elemente beinhaltet).

Referenzen:
[1] WHO. (2001). International Classification of Functioning, Disability and Health. Geneva: World Health Organization (WHO) 
[2] Prodinger B., Darzins S., Magasi S. and Baptiste S. (2015) The International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF): Opportunities and Challenges to the Use of the ICF for Occupational Therapy. World Federation of Occupational Therapists Bulletin, Published online: 28 Aug 2015.
[3] Maritz R., Baptiste S., Darzins S., Magasi S., Weleschuk C. and Prodinger B. (2018) Link-ing occupational therapy models and assessments to the ICF to enable standardized docu-mentation of functioning. Canadian Journal of Occupational Therapy (epub ahead of print Nov 17 2018).
 

Retraite et équilibre occupationnel chez les hommes : Exploration des changements dans les occupations.

14:00 - 15:30;Urano

Rossetti Luca, Maffei Luca, Agustoni Jean
Présentation, langue: français

De l’assiette à la mise en bouche : la liberté de choisir ?
Buss Roxane
Présentation, langue: français

Proches Aidant-e-s: Un Service des Étudiant-e-s en Santé (PAuSES): un projet innovant d`apprentissage par le service communutaire (Community Service_Learning)
Bellagamba David
Présentation, langue: français

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1. Le passage à la retraite représente une période de transition importante pour la personne. En effet, l’arrêt soudain des activités productives (et rémunérées) peut perturber les occupations quotidiennes. Selon Rosenkoetter et al. (2001), la transition vers la retraite peut amener des modifications des habitudes de vie, une diminution des relations sociales et l’estime de soi. L’Office Fédérale de la Statistique [OFS] (2017) indique que l’espérance de vie en Suisse pour les hommes a augmenté de 72,4 ans (en 1981) à 81,5 ans (en 2016). Cette conférence vise à documenter les occupations des hommes retraités et les difficultés rencontrées pour avoir un équilibre occupationnel satisfaisant. À partir d’entretiens individuels semi-dirigés auprès de huit hommes mariés et d’un célibataire, ce travail explore la perception de l’équilibre occupationnel suite à la retraite. Il documente aussi les activités maintenues, délaissées et nouvelles suite à la prise de retraite par neuf hommes de plus de 65 ans vivant dans trois cantons différents de Suisse romande. Les résultats indiquent une hétérogénéité des activités. Toutefois, l’ensemble des participants confirment la nécessité de faire des activités ayant un sens pour soi, de conserver des activités en dehors du couple. Ils soulignent que l’équilibre occupationnel reste fragile en fonction d’évènements pouvant se produire dans le futur (ex. état de santé de l’homme ou de sa conjointe, ressources financières et présence du réseau social). Des recommandations pour intervenir en ergothérapie auprès des hommes retraités complèteront cette présentation.

2. Quand l'alimentation devient difficile ou qu'une perte de poids est relevée, plusieurs professionnels sont impliqués. L'association des compétences de la diététicienne, de l'ergothérapeute, de la cuisine et des soins peut aboutir à une solution créative : le "manger mains" ou finger food. Les menus sont adaptés par les cuisines et les mets sont présentés de telle façon qu'ils puissent être saisis et mangés facilement avec les doigts. Ce concept s'adresse à des personnes qui ont des troubles gnosiques et/ou praxiques. Il a été mis en place, notamment dans le cadre de la maladie d'Alzheimer, où le risque de dénutrition est important et/ou l'usage des couverts perd peu à peu son sens. A l'HNE; des diététiciennes et ergothérapeutes se sont intéressées au "manger mains"; elles ont fait un état des lieux de son utilisation sur le canton de Neuchâtel et en Suisse Romande. Le "manger mains" a été introduit à la Chrysalide, hôpital de soins palliatifs, depuis plusieurs années.

Bibliographie :                                                                                     

  • ARPEGE. Manger mains. Nouvelle texture pour nouvelle indépendance. Editions d'En Bas : Suisse. 2005 (2e édition)                     
  • Société Alzheimer du Canada. Au jour le jour – Les repas. Société Alzheimer du Canada : Toronto. 2012.

3. L’amélioration des soins de santé et l’accroissement de la longévité engendrent une augmentation des personnes ayant des besoins d’aide et d’accompagnement. Ainsi, dans un contexte de pénurie de professionnels de la santé, la contribution des personnes proches-aidantes (PPA) est amenée à augmenter (Conseil Fédéral, 2015). Les PPA représentant une population à risque de rencontrer des difficultés psychologiques, physiques, sociales ou financières (Con-seil Fédéral, 2014). Il est donc primordial de pouvoir renforcer les services de soutien leur venant en aide, afin d’éviter leur épuisement.
Considérant cette situation et tenant compte de la nécessité de sensibiliser les étudiant·e·s du domaine de la santé à la situation des PPA, un programme novateur intitulé Proches-Aidant·e·s : un Service des Étudiant·e·s en Santé (PAuSES) est actuellement en cours de développement et d’évaluation, dans trois écoles du domaine Santé de la HES-SO. 
Ce programme prévoit que des étudiant·e·s offrent 40 heures des prestations de soutien, de répit, de gardiennage ou de dépannage au bénéfice de PPA, dans le cadre de leur formation (Flecky et Gitlow, 2010). Le projet se déroule en trois étapes : (1) identification des composantes du programme avec les partenaires ; (2) développement du programme et ; (3) étude de faisabilité. Les premiers résultats indiquent d’ores et déjà l’intérêt du programme pour les PPA et pour la sensibilisation des étudiant·e·s à la vie quotidienne des client·e·s et de leurs proches. Ils montrent également les défis que ce genre de programme pose aux écoles de santé et permettent d’envisager quelques pistes pour le futur. 

Références bibliographiques 
Conseil Fédéral. (2014). Soutien aux proches aidants. Analyse de la situation et mesures re-quises pour la Suisse. Rapport du Conseil fédéral. Berne : Confédération Suisse.
Conseil Fédéral. (2015) Initiative visant à combattre la pénurie de personnel qualifié - État de la mise en œuvre et voie à suivre (2015). Berne : Berne : Confédération Suisse. 
Flecky, K., et Gitlow, L. (2010). Service-learning in occupational therapy education. Burlington : Jones et Bartlett Publishers.
 

Fordernde PatientInnen in der Ergotherapie - hilfreiche Rahmenbedingungen

14:00 - 15:30;Saturno

Bohli Esther
Présentation, langue: français

Messen Sie noch oder behandeln Sie mich schon?
Bohli Esther
Présentation, langue: français

Gesundheitsbezogene Register: Eine Perspektive für Praxis und Forschung der Ergotherapie?
Gantschnig Brigitte E.
Présentation, langue: français

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1. Die Patientinnenrolle hat sich gewandelt: Erwartungen, Wünsche und Forderungen werden deutlicher ausgedrückt und verlangen von der Ergotherapeutin eine Auseinandersetzung mit ihrem ergotherapeutischen Grundauftrag und ihrer Grundhaltung. Spitäler und Praxen sind unter Druck, im Konkurrenzkampf, den PatientInnen die „beste“ Behandlung bieten zu können. Der Mangel an Ressourcen steht im Gegensatz zu gesteigerten Erwartungshaltungen seitens PatientInnen. 

Wie gehen wir mit diesen veränderten Phänomenen um? Welche Rahmenbedingungen braucht es, um als Ergotherapeutin in Funktion, Verantwortung und Rolle deckungsgleich zu bleiben? Wie kommunizieren wir Grenzen unseres Auftrags? Wie formulieren wir unattraktive Botschaften für die PatientInnen? Welche Rolle spielen Infrastruktur, Umweltfaktoren? Können wir darauf Einfluss nehmen als Ergotherapeutin? 

Der Vortrag liefert einerseits Denkanstösse zur Rollenklarheit in der Ergotherapie, gibt aber auch mittels praktischer Kommunikationsbeispiele Tipps, wie ein Gespräch bei fordernden PatientInnen gesteuert werden kann, damit die therapeutische Arbeit im Zentrum steht.      

Literatur: 
Sowinski Christine. Umgang mit „schwierigen“ Klienten – leicht gemacht. 2002. Huber, Bern/Stuttgart. Hadorn Markus. Der „schwierige“ Patient. Herausforderung für das therapeutische Team. Vortrag vom 1. Oktober 2013, Luzerner Psychiatrie. Damasio, Antonio R. Descartes' Irrtum. Fühlen, Denken und das menschliche Gehirn.1997. München: List.Rogers Carl. Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie. 993. Fischer Frankfurt am Main. Pilz Siegried. Gewaltausübung durch fordernde PatientInnen. Tagung: Gewaltfreies Arbeiten im Gesundheitswesen 26. April 2018, Wien.

2. Messen Sie noch oder behandeln Sie mich schon?“ – Ein kritischer Blick auf den Umgang mit Assessments. Betätigungsbasierte Assessments wie z.B. DASH, AMPS, OTIPM fokussieren analytisch die Möglichkeiten und Grenzen von PatientInnen in ihrem Alltag. Diese erhobenen Daten werden für den Aufbau einer wirkungsvollen Ergotherapie genutzt. Auch wenn oder gerade weil Assessments seit einigen Jahren „boomen“, lohnt sich ein kritischer Blick auf den Umgang damit: Welche Fragen sind angemessen, welche stellen einen zu tiefen Eingriff in sensible Lebensinhalte dar? Wie ist das Verhältnis von „erfassen-messen-vermessen“ zum Behandeln? Wie direktiv fliessen diese Erkenntnisse der erfragten Daten in die Behandlungsplanung und -durchführung ein? Welchen Stellenwert haben sogenannte „soft facts“, welche sich nicht präzise messen lassen? Ist die ergotherapeutische Neugier gerechtfertigt gegenüber Themen, die für PatientInnen vielleicht schambesetzt sind? Chancen und Risiken werden einander gegenübergestellt und kurz beleuchtet, damit Assessments gewinnbringend für die PatientInnen eingesetzt werden.

Literatur:

  • Bach Andrea: Einsatz betätigungsbasierter Assessments in der CH: online-Umfrage 2015 im Rahmen MAS Ergotherapie 2016. 
  • Dale LM, Strain-Riggs SR. Comparing responsivenness of the Quick Disabilities oft he Arm, Shoulder, and Hand and the Upper Limb Functional Index. Work. 2012 Sep 13.
  • Anne G. Fisher: OTIPM Occupational Therapy Intervention Process Model Prozessmodell ergotherapeutischer Intervention Ein Modell zum Planen und Umsetzen von klientenzentrierter, betätigungsbasierter Top-down-Intervention übersetzt von Barbara Dehnhardt
  • Mück Herbert: Informationen zum Umgang mit Scham. www.dr.mueck.de
     

3. Hintergrund. Gesundheitsbezogene Register, die auf systematisch gesammelten Daten basieren, übernehmen wichtige Funktionen in der Überprüfung von Versorgungsqualität, Wirksamkeit und Kostenwirksamkeit von medizinisch-therapeutischen Leistungen (Puhan, Probst-Hensch, & Zybach, 2013). Derzeit existieren insgesamt 100 gesundheitsbezogene Register in der Schweiz mit unterschiedlichen Zielen und Funktionen; keines davon ist ein ergotherapeutisches Register (FMH Generalsekretariat, 2018). Ziel des Vortrags ist, den Nutzen und die Herausforderungen von Registern für die ergotherapeutische Praxis und Forschung aufzuzeigen und zu diskutieren. Methode: Wir führten eine SWOT Analyse (Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken/Gefahren) basierend auf unseren Erfahrungen im Aufbau und der Führung eines interprofessionellen Registers durch und formulierten darauf aufbauend Strategien für die Anwendung in der Ergotherapie in der Schweiz. Ergebnisse und Implikationen für die Ergotherapie. Unsere Analyse offenbarte den Nutzen und die Herausforderungen von gesundheitsbezogenen Registern für die Ergotherapie. Wir empfehlen, dass sich Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten in Praxis und Forschung aktiv an der Entwicklung und Führung von Registern in der Schweiz beteiligen. Dies ist einerseits wichtig, um den ergotherapeutischen Blick auf Betätigung und Partizipation in Register mit einzubauen. Anderseits eröffnet es auch Möglichkeiten, die gesundheitsbezogenen Daten von Klientinnen und Klienten zu nutzen, um die Wirksamkeit von ergotherapeutischen und interprofessionellen Interventionen zu evaluieren und Zusammenhänge zwischen Krankheit, Betätigung und Partizipation zu eruieren.

FMH Generalsekretariat. (2018, 07. Dezember). Forum medizinischer Register Schweiz. Puhan, M. A., Probst-Hensch, N., & Zybach, U. (2013). Im Gesundheitssystem braucht es Daten für Taten. SAMWbulletin, 3/13, 1-4.

Programme de soutien à partir du 05.09.2019

Meet & Greet

05.09.19 ab 18:00

A la veille du congrès, le 5 septembre, un «Meet & Greet» avec un «Apéro riche» aura lieu sur le bateau Katjaboat près du lac à partir de 18 heures.
CHF: 25.-

Ergo Gala Night

06.09.19 ab 19:00

L'Ergo Gala Night aura lieu le vendredi soir 6 septembre 2019 au Palacinema.
CHF 90.-

"Cool down" au lac

07.09.19 ab 18:00

au bord du lac – apporter votre nourriture à la fin de la journée pour un pique-nique.

Digital Room

Dans la salle «Digital room», tout tourne autour de la numérisation. Vous trouverez ici des produits, des conseils individuels et des démonstrations sur ce thème. Les détails suivront dans le dossier du congrès.

«Pour votre bien-être!»: massage, baignade matinale, jogging sur la Maggia, glace EVS

Êtes-vous fatigué d’être debout ou de marcher? Avez-vous mal aux pieds? Êtes-vous tendu ou avez-vous mal au cou ou au dos? Les masseurs médicaux malvoyantes et aveugles répondent à ce souhait : massage de la nuque, massage du dos ! Rendez-vous au Check-In à l'entrée.

Rendez-vous pour conseils sur place

Prenez rendez-vous sur place avec André Bürki, secrétaire général de l’ASE, pour un entretien de conseil personnalisé et obtenez des informations individuelles dans l’exposition des produits – d'autres offres de conseil suivront.

Réunion de classe – rencontre avec des collègues ? Il y a de la place !

Aimeriez-vous rencontrer des collègues de votre formation initiale au congrès ? Ou profiter des journées du congrès pour rencontrer un groupe de travail ou échanger avec des collègues ? Nous avons des salles libres !

Veuillez contacter evs-ase[at]ergotherapie.ch pour réserver une salle de réunion à l'avance.

Informations importantes pour les participants

Badge

Récupérez vos documents de conférence avant le début du programme au check-in afin d'éviter des temps d'attente trop longs. Lors de votre enregistrement, vous recevrez un badge sur lequel seront stockées toutes vos réservations pour les journées du congrès, les ateliers ou Ergo Gala Night. Portez ce badge et montrez-le à nouveau lorsque vous entrez dans le centre des congrès, les salles des conférences et l'Ergo Gala Night. Les inscriptions sur place sont possibles.

Atelier / Conférences - Blocs

Un grand nombre de blocs de conférences et d'ateliers se tiendront en parallèle. Le nombre de participants par bloc et atelier est limité, donc une inscription par bloc/atelier est nécessaire. Des places libres peuvent encore être réservées au check-in ; des changements de réservation sont possibles sur place.

Traduction simultanée

Les manifestations du Palacinema seront traduites simultanément de/vers l'allemand, le français et l'italien. Les manifestations de l'Aula magna seront traduites en partie en allemand/français et en partie en allemand/français/italien.

Hébergement

L'organisation et la réservation de l'hébergement sont à la charge des participants. www.ascona-locarno.com/accommodation

Inscription

Inscrivez-vous ici et payez directement par carte de crédit ou par e-banking / facture. En cas de virement bancaire par e-banking, le compte bancaire sera communiqué avec la confirmation d'inscription. Veuillez apporter votre reçu de paiement avec vous à Locarno.

Frais de participation

Inclus dans les frais de participation : Visite des ateliers et des conférences, exposition d'affiches, contributions dans la salle «Digital room» ainsi que l'exposition de produits, documentation du congrès, repas de midi (déjeuner buffet), boissons et restauration pendant les pauses.

 

2 jours

1 jour

Membres ASE

390.00

240.00

Non-membres

470.00

320.00

Etudiant-e-s* membres ASE

160.00

110.00

Etudiant-e-s* non-membres

*en formation de base en ergothérapie (BSc)

190.00

150.00

Confirmation de participation

Vous recevrez votre confirmation personnelle de participation au Check-out à la fin du congrès.

Annulation

En cas d'annulation après la date limite d'inscription jusqu'à 10 jours avant le congrès, une indemnité de 20.00 CHF sera facturée ; par la suite, la totalité des frais d'inscription sera due quelle que soit la raison de l'absence.

Organisation et gestion du congrès

congresspro
Professionelle Kongressorganisation GmbH
Elfenstrasse 19
Case postale 1010
3000 Berne 6

L'enregistrement et le traitement des inscriptions entrantes ainsi que les opérations de paiement sont assurés par l'équipe du congrès Lisa Gutknecht et Karin Schmutz.
tél. 031 380 54 42
info[at]congresspro.ch

Chez congresspro, vous recevrez de plus amples informations et des brochures du programme.

Partenaire

Lieu du congrès

Dipartimento formazione e apprendimento / DFA
Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana / SUPSI
Piazza San Francesco 19
CH-6600 Locarno

Palacinema

Palacinema Locarno
Piazza Remo Rossi 1
CH-6600 Locarno

Arrivée

Avec transports publics: Nous vous recommandons d’utiliser les transports publics. Consultez les tarifs économiques des CFF ! De la gare de Locarno, c'est à environ 15 minutes à pied. Le Palacinema et le DFA ne sont qu'à quelques minutes de marche l'un de l'autre.

En voiture :

Du nord, prendre le tunnel de contournement, puis la sortie Locarno. Le parking "Centro Castello" (Parcheggio Centro Castello, Via Simen 8, 6600 Locarno) est situé directement au rond-point à deux voies. Depuis le toit du parking à plusieurs étages, utilisez la passerelle piétonne pour accéder à l'arrière du bâtiment de l'école SUPSI DFA. Veuillez tourner à droite vers l'entrée principale.

Impressions

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